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Schon wieder schlägt’s im Iserlohner Kasten ein: Marvin Piechottka (links) vollendet zum 5:0 – Anjo Wilmanns (Mitte) streckt sich vergeblich, Torhüter Daniel Dreesen ist chancenlos.

Fußball - Westfalenliga

5:0 - in Sinsen läuft es rund

MARL - Die erste Halbzeit ist harte Arbeit, in der zweiten Hälfte nimmt der TuS 05 Sinsen den FC Iserlohn auseinander. Der Westfalenliga-Spitzenreiter siegt verdient mit 5:0.

Christian Hampel, der Trainer des FC Iserlohns, hatte das Scherzen auch nach der 0:5-Packung beim TuS 05 Sinsen nicht verlernt: „Glückwunsch! Ihr könnt gelöster sein“, sagte er bei seinem Auftritt in der Pressekonferenz. Und fügte launig an: „Ich bin dafür da, Euch das Bier aufzumachen.“ Einen geknickten Trainer stellt man sich anders vor.

Der FC Iserlohn, mit einer starken Auswärtsbilanz angereist, musste früh zwei Sinsener Gegentreffer schlucken, die aus Christian Hampels Sicht etwas „unglücklich“ fielen. Ein Eckstoß von Dennis Adamczok konnten die Rot-Weißen nicht abwehren. Der Ball fiel Tugay Tekin vor die Füße, der den Ball irgendwie ins Tor stocherte: 1:0 in der 16. Minute.

Wenig später konterte der TuS 05 die Sauerländer stark aus: Über Piechottka und Engel kam der Ball zu Olcay Yilmaz, dessen Flanke wiederum schwach geklärt werden konnte. Patrick Goecke wurde zum Torschuss förmlich engeladen – 2:0 (19.).

Der TuS 05 konnte nun in aller Ruhe sein Spiel aufziehen. Bei Bedarf wurden die Seiten verlagert oder bei Gelegenheit steil über die Flügel gespielt, wo Olcay und Engel immer wieder tolle Aktionen hatten. Und hier und da glänzte Dennis Adamczok mit gescheiten Pässen über die Sturmmitte. Koschelleck, Goecke, Aksu und Engel hatten gute Chancen, das Ergebnis zu erhöhen.

Nicht verschwiegen sein sollen jedoch die beiden Riesengelegenheiten für Iserlohn: Einmal verzog David Fernandes, ein anderes Mal warf sich Emre Köksal in einen Schuss von Fernandes und verhinderte so das Anschlusstor. „Kompliment an Emre. Da haut sich nicht jeder so rein“, lobte Sinsens Trainer Toni Kotziampassis.

Aber das Spielglück war an diesem sonnigen Tag beim Tabellenführer der Westfalenliga 2. Sollten die Gäste an eine Aufholjagd nach dem Seitenwechsel geglaubt haben, sie wurden jäh zurückgeworfen. Erneut war Johannes Engel auf dem linken Flügel nicht aufzuhalten. Sein Rückpass erreichte Yilmaz, der einen Schuss andeutete, noch einmal seinen Laufweg veränderte und dann erst abzog. Leicht abgefälscht, schlug der Ball zum 3:0 im Iserlohner Tor ein (49.).

In Folge konnte der TuS 05 so befreit aufspielen, wie es im Training nicht oft passiert. „Iserlohn hat sich aufgegeben“, fand Marvin Piechottka. Die Chancen häuften sich: Piechottka, Yilmaz und Goeke, der mit einem krachenden Volleyschuss an der Latte scheiterte.

Der Präsident muss das Taxi nehmen

Eine Viertelstunde vor Spielschluss traf dann Nico Köhler, fünf Minuten zuvor erst eingewechselt, nach feinem Solo zum 4:0. Wenig später tauchten David Sdzuy und Marvin Piechottka völlig frei vor dem FCI-Tor auf. Sie hätten Zeit gehabt zu würfeln, wer das Tor erzielt. Piechottka durfte und markierte seinen 14. Saisontreffer.

Leidtragender des Spektakels war gestern TuS-Präsident Uwe Schirrmeister, der bekundete, nach jedem Tor ein Bier zu trinken. So musste er das Auto hinterher stehen lassen. Wenn es nach Trainer Antonios Kotziampassis wird Schirrmeister öfter Taxi fahren müssen: „Wir lassen nicht locker, bleiben dran.“

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