+
Der Spitzenreiter zeigt Einsatz: Sinsens Dennis Adamczok (links) kämpft gegen Wiemelhausens Henning Wartala um den Ball.

Fußball - Westfalenliga

Sinsen nach Herbst- auch Wintermeister

MARL - Die „Herbstmeisterschaft“ in der Westfalenliga 2 hatte der TuS 05 Sinsen schon vor der Partie gegen Concordia Wiemelhausen sicher. Seit dem 3:1-Erfolg über bärenstarke Bochumer kann sich der TuS auch die „Wintermeisterschaft“ anschreiben lassen.

Vor dem letzten Spiel des Jahres gegen den SV Horst-Emscher 08 beträgt der Vorsprung vor Verfolger Meinerzhagen vier Punkte.

Gäste-Trainer Jürgen Heipertz bekundete auch nach Spielschluss seine ehrliche Anerkennung an den TuS für eine „tolle Hinrunde“. Mit diesem Zwischenzeugnis hat kein Fachmann gerechnet.

„Überragend“ nannte denn auch Sinsens Trainer Toni Kotziampassis 39 Punkte bei 13 Siegen und nur drei Niederlagen. Und versprach: Seine Truppe werde auch in der Rückrunde „gut spielen“. Der TuS 05 zeigte gestern erneut seine Stärken.

Die Concordia, mit sechs Erfolgen in Serie angereist, wollte auch in Sinsen offensiv loslegen. Trainer Heipertz ließ mit vier Offensivkräften in vorderster Linie operieren. Doch den ersten Hieb versetzte der TuS 05.

Sinsens Führungstor ist umstritten

Nach einem weiten Schlag aus der Abwehr setzte Marvin Piechottka dem Ball hinterher. Auch Concordias Torwart Benjamin Carpentier stürmte dem Ball entgegen, rettete per Kopf, prallte aber mit dem Sinsener Angreifer zusammen, der verletzt behandelt werden musste.

Schiedsrichter David Ciha entschied auf Freistoß für Sinsen – sehr zum Missfallen des Bochumer Anhangs. Jedenfalls setzte David Sdzuy den Ball mit einem Kunstschuss unhaltbar für Carpentier zum 1:0 ins Concordia-Tor (7.).

Beim Gast ging in Folge jegliche Ordnung verloren, Sinsen nutzte das. Auf dem linken Flügel zog Johannes Engel energisch davon und passte den Ball vor Wiemelhausens Tor, wo Marvin Piechottka heran rauschte und zum 2:0 einschoss (12.).

Und als drei Minuten später ein Eckball von Dennis Adamczok vor das Gäste-Tor flog, war Kapitän Timo Koscholleck mit dem Kopf zur Stelle und traf ins kurze Eck – 3:0. Im Prinzip war damit eine Vorentscheidung gefallen. Zumal Robin Köhler sogar die Chance zum 4:0 hatte.

Doch wenig später verletzte sich der schnelle Flügelmann Johannes Engel am Oberschenkel und musste den Platz verlassen. Dazu kam, dass sich nun auch die Gäste aufrappelten, sie Ordnung und Rhythmus fanden und in den Zweikämpfen giftiger dagegen hielten.

Das Spiel wurde hektischer, Sinsens verlor seine klare Linie. In der 30. Minute kam Wiemelhausen nach einem Eckball zum 1:3: Gianluca Silberbach versenkte ein Zuspiel aus 15 Metern im Tor. Auf der Gegenseite war Marco Kampmann frei durch, scheiterte aber an Torhüter Carpentier.

In der zweiten Halbzeit nahm die Hektik noch zu. Wiemelhausen konnte sich mehr Ballbesitz und ein paar ansehnliche Gelegenheiten erarbeiten. Aber Xhino Khadiu, mit 16 Treffern Top-Torschütze der Westfalenliga 2, und Kai Strohmann vergaben. Zudem bewahrte Sinsens Torhüter Sven Jürgens seine Farben zweimal mit überragenden Paraden vor dem Anschlusstreffer.

Der TuS 05 verbreitete derweil spielerisch keinen Glanz mehr, aber die Mannschaft von Trainer Toni Kotziampassis hängte sich unter Flutlicht läuferisch und kämpferisch voll rein. Nicht immer schön, dafür aber effektiv: So verteidigte Sinsen den Vorsprung gegen Concordia Wiemelhausen.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

Erstes Aufatmen nach Schock-Tat in Gelsenkirchen: 13-Jährige wohl einziges Opfer
Erstes Aufatmen nach Schock-Tat in Gelsenkirchen: 13-Jährige wohl einziges Opfer
Razzia in einschlägigen Betrieben im Kreis Recklinghausen - das haben Zoll und Steuerfahnder sichergestellt
Razzia in einschlägigen Betrieben im Kreis Recklinghausen - das haben Zoll und Steuerfahnder sichergestellt
Der nächste Tankstellen-Überfall - nach diesen Tätern fahndet die Polizei
Der nächste Tankstellen-Überfall - nach diesen Tätern fahndet die Polizei
Marler Stern: Parkhaus und Rolltreppe eröffnet - Fakt AG nennt neue Mieter
Marler Stern: Parkhaus und Rolltreppe eröffnet - Fakt AG nennt neue Mieter
100 neue Jobs an der Werkstraße - Harry-Brot will sich in Oer-Erkenschwick ansiedeln
100 neue Jobs an der Werkstraße - Harry-Brot will sich in Oer-Erkenschwick ansiedeln

Kommentare