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Viel Qualm im Spitzenspiel: Der TuS 05 hat gegen Meinerzhagen nicht nur auf dem Rasen viel Arbeit.

Fußball - Westfalenliga

Sinsen: Es ist noch nicht vorbei

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MARL - Wenigstens die Kasse stimmte. Als der TuS 05 Sinsen durchgerechnet hatte, stand fest: 432 zahlende Zuschauer wollten das Westfalenliga-Spitzenspiel gegen den RSV Meinerzhagen am Donnerstagabend sehen. Saisonrekord für den TuS 05.

Dass damit auch ein paar unerfreuliche Begleiterscheinungen verbunden waren: geschenkt. Vor allem ein ehemaliger Juniorenkicker wurde auffällig: Der fackelte ein paar Bengalos ab, erst im Stadion, dann nach einem „Platzverweis“ außen am Zaun, und sorgte so dafür, dass die Begegnung zweimal kurz unterbrochen war.

Der junge Dortmunder Schiedsrichter Yannick Rupert hatte nach der emotionalen, hektischen Partie hinterher viel Arbeit mit seinem Spielbericht. Nicht nur die Pyrotechnik dürfte darin eine Rolle spielen.

Auch die Entgleisung des Meinerzhageners Julian Jacobs, der bei einem Zweikampf vor der Sinsener Bank ein wüste Beleidigung vom Stapel ließ, oder der Rempler eines RSV-Betreuers gegen Trainer Toni Kotziampassis. Dazu kam noch: Schiri Rupert hielt Emin Aksu und Timo Koscholleck jeweils die fünfte Gelbe Karte unter die Nase. Beide sind für das Sinsener Heimspiel gegen TuS Hordel an diesem Sonntag (Anpfiff: 15.15 Uhr) gesperrt.

Sportlich ist der Abend ein Reinfall

Sportlich war der Fußballabend auf der Bezirkssportanlage ein Verlustgeschäft für den TuS 05. Und als wenn die verdiente 0:3-Niederlage gegen den Meisterschaftsfavoriten nicht schon schlimm genug wäre, machten auch noch Nachrichten vom TSV Marl-Hüls die Runde.

Sollte der Nachbar seine Mannschaft, wie viele fürchten, zurückziehen und alle TSV-Ergebnisse gestrichen werden, so hätte der TuS 05 am Donnerstag nicht nur drei Punkte auf Meinerzhagen eingebüßt, sondern gleich fünf: Der RSV kam in Hüls bekanntlich nicht über ein blamables 0:0 hinaus.

Eine Vorstellung, die Nuri Sahin, der seinem Stammverein RSV Meinerzhagen als Anhänger, Mäzen und Über-Trainer verbunden ist, gefallen dürfte. Der Fußball-Profi nutzte den freien Donnerstag bei seinem Arbeitgeber Werder Bremen, um „seine“ Mannschaft in Sinsen persönlich zu coachen.

Und das offensichtlich nicht schlecht: „Für uns war es nach den letzten Spielen wichtig, wieder in die Spur zu kommen“, sagte der 30-Jährige nach dem Spiel. „Die Mannschaft hat ein richtig gutes Spiel gemacht.“

Und auch wenn der Rückzug des TSV Marl-Hüls noch nicht amtlich ist. Dass seine Mannschaft Sinsen mit 5:0 und 3:0 schlägt und Zweiter wird, mag sich Sahin nicht vorstellen. Die Botschaft des Werder-Profis: „Es ist noch nicht vorbei.“

Das wissen sie selbstverständlich auch in Sinsen. Toni Kotziampassis schaltete ob der Nachrichten aus Hüls sofort in den Kampfmodus: „Na und? Dann sind es eben nicht mehr acht Punkte Vorsprung, sondern nur noch sechs“, kommentierte der 45-Jährige die Lage trotzig.

TuS 05 Sinsen - DJK TuS Hordel; So., 15.15 Uhr – BSA Obersinsen.

Das sei immer noch eine Ausgangsposition, die andere gern hätten. Die Empfehlung des A-Lizenzinhabers: „Mund abputzen, einfach abhaken und auf Hordel konzentrieren.“ Am Sonntag will der TuS 05 die Antwort auf dem Platz geben.

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