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Immer dem Ball nach: Olcay Yilmaz (l.) und Lünens Verteidiger Gian Luca Reis im Laufduell. Der Sinsener bereitete später den Siegtreffer für den TuS 05 vor.

Fußball - Westfalenliga

Sinsen tanzt Sirtaki am Schloss Schwansbell

MARL - Der Lüner SV ist in der Westfalenliga daheim unschlagbar? Nicht für den TuS 05 Sinsen: Die Elf von Trainer Toni Kotziampassis beendete am Sonntag die starke Serie des Traditionsvereins. Den 1:0-Sieg feierte der TuS 05 Sinsen gebührend: Im Stadion an Schloss Schwansbell wurde wieder Sirtaki getanzt.

Immerhin kam der sechste Erfolg der Marler beim heimstarken LSV zustande, der bislang alle Heimpartien für sich entscheiden konnte.

Und mit einem verschmitzten Lächeln merkte Sinsens Trainer Antonios Kotziampassis an, dass seiner Mannschaft soeben der fünfte Saisonsieg ohne Gegentor gelungen sei. Auch dies ein besonderes Kunststück. Zunächst musste der Gast den kurzfristigen Ausfall von Marvin Piechottka hinnehmen: Wegen seines lädierten Sprunggelenks blieb Piechottka nur die Zuschauerrolle. Und der sah zunächst eine stürmische Heimelf, die gehörig Dampf entfachte.

Doch nach fünf Minuten brach aus dem Gefüge des LSV eine wichtige Säule weg: Im Zweikampf mit dem Sinsener Emin Aksu verletzte sich Kapitän Matthias Drees so schwer, dass er nicht mehr weiterspielen konnte. Auch Einwechselspieler Hakan Uzun blieb nach einer halben Stunde am Boden liegen. Bei ihm brach eine alte Oberschenkelverletzung auf. So musste Lünens Trainer Mario Plechaty immer wieder umbauen. Ein Vorteil für den TuS 05 war das zunächst allerdings nicht. Im Spiel nach vorne zeigte sich der Gast alles andere als ideenreich. Trainer Kotziampassis: „Ohne Überzeugung.“

Die Ausbeute der Schwarz-Weißen war bis zur Pause eher mager: Einmal zog Patrick Goecke ab. Ein anderes Mal köpfte er nach einem Eckstoß von Sdzuy an die Latte (37.). Allerdings: Sinsens Abwehr hatte sich gut auf die LSV-Stürmer Marcel Ramsey und Talhar Temur eingestellt. Auch Aksu hielt im Mittelfeld Lünens Angriffe oft auf.

Nach dem Seitenwechsel bekam Sinsens linker Flügel eine Auffrischung: Die schnellen Maurizio Fenu und Johannes Engel sollte für mehr Esprit sorgen. Doch das tat zunächst auf der anderen Seite Olcay Yilmaz, der sich stark durchsetzte, zur Auslinie zog und den Ball präzise nach innen brachte. Patrick Goecke hatte leichtes Spiel, seinen siebten Saisontreffer zu erzielen – 0:1 (50.).

Fortan versuchten die Gastgeber, den Ausgleich zu erzielen. Aber ihre Versuche blieben ideenlos. Einmal musste sich Sven Jürgens nach einem Freistoß strecken. Weitere Chancen konnte sich Lünen nicht erspielen. Der TuS 05 vergab eine Menge guter Kontermöglichkeiten zum erlösenden 2:0.

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