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Stürmischer Sinsener: David Sdzuy und der TuS 05 wollen bei der DJK TuS Hordel nach vorn spielen – und besser treffen als gegen den FC Lennestadt.

Fußball - Westfalenliga

Sinsen: Ein Team in der Entwicklung

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MARL - Schwer zu sagen, was für Toni Kotziampassis härter mit anzusehen war: Die 0:1-Heimniederlage des TuS 05 Sinsen gegen den FC Lennestadt selbst, oder aber das Video vom Spiel ein paar Tage später.

Wie sehr seine Mannen mit ihren erstklassigen Chancen geschludert haben, das erzeugt beim Sinsener Übungsleiter auch heute noch das nackte Grauen. Die Tabellenführung ist damit vorerst futsch.

Sofern dies den Anhängern des TuS 05 sauer aufstoßen sollte, bleibt diese Tatsache für den Trainer – anders als die Niederlage an sich – allenfalls eine Randnotiz. „Unser Anspruch ist doch nicht, Meister zu werden“, so Kotziampassis. „Natürlich haben wir eine gute, vor allem aber eine entwicklungsfähige Mannschaft. Und die ist mit ihrer Entwicklung noch lange nicht fertig.“

Dass der Trainer nun leicht in die Offensive vorprescht, mag verwundern. Schließlich ist dem TuS 05 mit vier Siegen aus sechs Spielen immer noch ein mehr als formidabler Start in die Saison geglückt. Ein Erfolgserlebnis täte nun, nach dem 0:5 von Meinerzhagen und dem 0:1 gegen Lennestadt, aber mal wieder gut. Ob ausgerechnet der TuS Hordel dazu taugt, wenigstens wieder ein Stück weit in die Ergebnis-Spur zu kommen, ist nun die große Frage. Und die kann auch Toni Kotziampassis nicht so leicht beantworten.

„Wir wissen, was uns erwartet. Gerade auf ihrem eigenen Platz ist es gegen sie schwer, sie spielen sehr körperbetont“, findet der Sinsener Trainer. Vor allem aber sagt der: „Die Qualität im Kader ist schon enorm, Hordel ist eine Mannschaft, die ganz andere Ziele verfolgt als wir.“

Spätestens seit letzten Sonntag dürfte sich auch der letzte Sinsener dessen bewusst sein: Das 7:4, das Hordel bei Vizemeister DSC Wanne-Eickel erzielte, gilt als spektakulärstes Saisonspiel in der Westfalenliga. 16 Tore hat Hordel bereits erzielt, aber eben auch 13 kassiert, was Toni Kotziampassis in seiner Einschätzung bestärkt: „Klar müssen wir robust dagegen halten und die Zweikämpfe annehmen. Aber wir wollen auch schon noch weiter nach vorne spielen.“ Wer’s richten soll, ist offen.

TuS Hordel - TuS 05 Sinsen; So., 15 Uhr – Hordeler Heide. Navi: Hordeler Heide 189, 44739 Bochum.

Bis auf Thomas Swiatkowski hat der Sinsener Trainer alle Spieler einsatzbereit. Dass nach dem jüngsten 0:1 personelle Veränderungen drohen, liegt auf der Hand. Kotziampassis sagt: „Entscheidend ist jetzt, was mir die Jungs im Training anbieten“.

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