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Mit Haken und Ösen: Hassels Verteidiger Bünyamin Sari bringt den Sinsener Marvin Piechottka zu Fall.

Fußball - Westfalenliga

Sinsen trotz 0:0 der große Gewinner

GELSENKIRCHEN/MARL - Der Spitzenreiter müht sich im Stadion Lüttinghof mehr schlecht als recht zum 0:0. Bei YEG Hassel kam der TuS 05 Sinsen mit einem blauen Auge davon. Mit dem Remis bauten die Marler den Vorsprung auf Verfolger RSV Meinerzhagen sogar noch auf fünf Punkte aus.

Und im Nachholspiel gegen den SV Horst-Emscher am Samstag hat der TuS 05 sogar die Chance nachzulegen. TuS-Trainer Antonios Kotziampassis vertraute in Hassel der Elf, die zuletzt zwei Siege mit 8:1 Toren erspielt hatte. Aber YEG entpuppte sich von Spielbeginn an als kantiger, knorriger Gegner, der gewillt war, dem Spitzenreiter alles abzuverlangen.

Die Grün-Weißen spielten diszipliniert, hielten konsequent ihre Ordnung und hatten in Semih Esen im Mittelfeld einen Spieler, der die Offensivaktionen seiner Mannschaft kreativ lenkte.

Der TuS 05 kam anfangs noch zu zwei passablen Chancen; einmal strich ein Schuss von Johannes Engel knapp am YEG-Tor vorbei. Wenig später wurde ein Schuss von Marvin Piechottka im letzten Moment geblockt. Mehr Gefahr für das Hasseler Tor vermochte Sinsen nicht zu erzeugen.

Besonders die Mittelfeldreihe bekam immer weniger Zugriff auf die Akteure der Heimmannschaft. Und nah dran an der Führung waren die Hasseler: Einmal parierte Sven Jürgens einen Schuss von Mesut Özkaya, ein anderes Mal rettete Dennis Adamczok auf der Linie gegen Özkaya. Sven Jürgens warf sich erfolgreich in den Nachschuss (36.).

In der Halbzeit stellt Trainer Kotziampassis um

Die Meinung unter Sinsens Fans war im Hinblick auf die zweite Halbzeit klar: Es kann nur besser werden. Kotziampassis brachte für Adamczok mit Wiederanpfiff Maurizio Fenu. Der kam nun über den linken Flügel, während Johannes Engel aus dem offensiven Mittelfeld heraus für Schwung sorgen sollte.

In der Tat wurde das Sinsener Spiel auch gefährlicher. Es sollte sich fortan ein Spiel auf das Hasseler Tor entwickeln. Jürgens Abschlag kam zu Fenu, der den Ball zu Engel leitete. Aber anstatt den Ball zu lupfen, wuchtete er ihn über das Tor.

Emre Köksal nach einem Eckstoß, Patrick Goecke per Distanzschuss sowie Maurizio Fenu hatten Gelegenheit zum Führungstreffer. Aber das Tor fiel einfach nicht. Erneut Engel bleib nach einem Gewaltakt blieb das 0:1 versagt. Dafür rettete auf der Gegenseite Torhüter Jürgens nach einem Schuss von Özkaya phänomenal.

In den letzten 20 Minuten verwandelte sich die Partie wieder in ein Gewürge. Klare Aktionen waren nicht mehr auszumachen. Es schien auch so zu sein, dass beide Teams mit dem 0:0 zufrieden sein würden. „Wir wollten hier nicht verlieren“, sagte Sinsens Trainer Kotziampassis.

Überschattet wurde das 0:0 von einer Verletzung des eingewechselten Nico Köhler, der in der 81. Minute mit einer Wunde am Fuß vom Platz lief. Wenig später wurde der 20-jährige Angreifer mit dem Notarztwagen ins Krankenhaus gefahren.

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