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Reine Kopfsache: Olcay Yilmaz (rechts) und Trainer Toni Kotziampassis (im Hintergrund) wollen mit dem TuS 05 Sinsen im Kampf um die Meisterschaft zurückschlagen.

Fußball - Westfalenliga

Sinsen will gegen Lünen "alles raushauen"

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MARL - Der Vorsprung an der Tabellenspitze der Westfalenliga 2 ist fast aufgebraucht, der Trainer geht am Stock. In dieser Lage würde dem TuS 05 Sinsen ein „Dreier“ gegen den Lüner SV am Sonntag gut tun.

Den Gegner träfe keine Schuld. „Ich bin einfach im Rasen hängen geblieben“, sagt Toni Kotziampassis. Wenn der 45-Jährige nicht gerade den TuS 05 Sinsen trainiert, läuft der ehemalige Regionalliga-Spieler bekanntlich für die Alten Herren von Westfalia Herne auf.

Im „Derby“ gegen den VfB Börnig hat es Kotziampassis erwischt: Kreuzbandriss. Die Operation ist gut verlaufen, inzwischen ackert Kotziampassis beim Physiotherapeuten für sein „Comeback“.

Schon am Sonntag will der Trainer beim Heimspiel des TuS 05 Sinsen gegen den Lüner SV wieder die Kommandos am Spielfeldrand geben. Zur Not mit Gehhilfe. „Es geht voran, ich bin zufrieden“, sagt der Sinsener Übungsleiter.

Die Frage ist, wie es seiner Truppe geht? Hinter der liegen in der Westfalenliga 2 schwere Wochen, der einstmals kapitale Vorsprung des Tabellenführers ist auf einen mickrigen Zähler zusammengeschmolzen. Der Fluch der guten Tat, er trifft Sinsen und Kotziampassis nun mit voller Wucht.

„Jetzt werde ich nach einem Unentschieden gegen TuS Hordel angesprochen und muss erklären, warum es nicht gereicht hat“, berichtet der Trainer. „Was sollen dann andere sagen? In der Bundesliga etwa? Wir sind Amateure, eine Mannschaft mit vielen sehr jungen Spielern, und haben in der Rückrunde bisher ein einziges Spiel verloren.“

Und einmal in Fahrt legt Kotziampassis nach: „Das ist bisher eine geile Saison, und die lasse ich mir jetzt nicht kaputtreden!“ Dabei weiß aber auch Sinsens Trainer: Eine echte Sinsener Heldengeschichte der Saison 2018/19 entsteht nur, wenn der Klub den Verfolgern Paroli bietet und bis zum Ende im Kampf um den Titel im Geschäft bleibt. Dazu muss nach dem 0:3 gegen RSV Meinerzhagen und dem 2:2 gegen TuS Hordel wieder ein „Dreier“ her.

Einsatz von Koscholleck und Piechottka fraglich

Dass dem TuS 05 zuletzt die klare Linie, die Leichtigkeit abhandengekommen war, dass der Mannschaft zu viele Fehler unterlaufen waren, das räumt auch Toni Kotziampassis ein. „Wir haben darüber gesprochen. Am Sonntag und im Rest der Saison werden wir alles raushauen. Wozu das am Ende reicht, werden wir dann sehen.“

Der Lüner SV hat sich nach der 0:3-Packung bei der Spvgg. Erkenschwick gegen den DSC Wanne-Eickel wieder deutlich engagierter gezeigt: 3:2. Dass der LSV auch am Sonntag „Vollgas geben wird“, steht für Toni Kotziampassis fest: „Das tun doch alle beim Tabellenführer.“

TuS 05 Sinsen - Lüner SV; So., 15.15 Uhr – Bezirkssportanlage Obersinsen.

Der bangt noch um zwei Stammkräfte: Abwehrchef Timo Koscholleck und Torjäger Marvin Piechottka sind angeschlagen, ihr Einsatz entscheidet sich kurzfristig.

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