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Endstation Der Sinsener Olcay Yilmaz wird an der Seitenlinie gestoppt.

Fußball - Westfalenliga

1:2 - Sinsen wird früh kalt erwischt

MARL - Der TuS 05 Sinsen hat seine ohnehin nur noch vagen Hoffnungen auf die Meisterschaft gestern in den Sand gesetzt: Gegen den DSC Wanne-Eickel verloren die Marler ihr Heimspiel mit 1:2. Nach einem zeitweisen 0:2-Rückstand konnte Patrick Goecke lediglich noch auf 1:2 verkürzen.

Zur Überraschung hatte Sinsens Trainer Toni Kotziampassis zunächst auf seinen besten Torschützen Marvin Piechottka verzichtet. Da Patrick Goecke in letzter Zeit die Viererkette auf der rechten Seite verstärkt hatte, fehlten im Angriff Spieler, die bisher über 30 Saisontore erzielt hatten. Doch diese taktischen Maßnahmen des Trainer waren keineswegs die Ursache, dass die Heimelf bereits nach zehn Sekunden zurücklag.

David Sdzuy missglückte ein Rückpass auf den Torwart, der DSC erkannte die Situation: Jan-Niklas Kaiser spitzelte den Ball an Torwart Sven Jürgens vorbei, bediente vor dem leeren Tor seinen Mittelstürmer Dawid Ginczek, der mühelos den Ball ins verlassene Tor schob.

Die Heimelf versuchte, sich aufzurappeln: die Spieler in Weiß sprachen sich Mut zu. Auch Nico Köhler hatte eine erste gute Gelegenheit, als er ein Rückspiel von DSC-Verteidiger Christian Melchner erlief, aber am herausstürzenden Torwart Thorben Krol scheiterte.

Der TuS bevorzugte für seine Angriffe die linke Seite, wo sich Sdzuy und Johannes Engel gut in Szene zu setzen wussten. Erneut Niko Köhler versuchte eine Vorarbeit von Engel mit der Hacke zu verwerten, Dennis Adamczok brachte aus guter Position nur ein Schüsschen zustande.

Brutal effektiv präsentierte der Gast aus Herne: Beim nächsten Konter wurde der mitgelaufene Lucas Füllgrabe bestens freigespielt. Sein Schuss aus 18 Metern Torentfernung überraschte Sinsens Keeper, der den haltbaren Aufsetzer in sein Tor passieren ließ (23.).

Unverdrossen attackierte die Heimelf, Chancen ergaben sich einmal für Jakob Helfer per Kopf, ein anderes Mal für Olcay Yilmaz, der im letzten Moment von Füllgrabe gestört werden konnte.

Sinsen vertraute auf die zweite Halbzeit. Kotziampassis korrigierte seine Aufstellung, brachte nun mit Piechottka und Marco Kampmann neue Offensivkräfte, Sdzuy und Robin Köhler mussten weichen. Schlagartig änderte sich das Spielgeschehen. Sinsen wirkte entschlossener und drückte die Gelb-Schwarzen weit in die eigene Hälfte zurück. Goecke nahm die Position im Sturmzentrum ein, während Aksu sich nach hinten fallen ließ. Der DSC kam nur sporadisch nach vorne, Jürgens parierte einen Schuss von Josse Gerick.

Sinsens Sturmlauf scheiterte oft an der mangelnden Präzision, oft aber auch an Wannes Deckung um Davide Basile. Hoffnung keimte auf, als Goecke nach einer Flanke von Adamczok zum 1:2 einköpfte (69.). Ginczek auf der anderen Seite hatte mehrfach die Chance zum 1:3, aber Jürgens hielt seinen TuS im Rennen.

Und dann hätte beinahe Jakob Helfer den Ausgleich erzielt (89.) – aber eben nur beinahe.

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