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Muhamed Aksu passt auf und stoppt diesen Wickeder Vorstoß gerade noch rechtzeitig

Fußball - Westfalenliga

Sinsener Sieg mit fadem Beigeschmack

DORTMUND/MARL - Der TuS 05 Sinsen bleibt erster Verfolger von Spitzenreiter Finnentrop/Bamenohl. Nach dem 2:1-Sieg bei Westfalia Wickede kochen allerdings die Emotionen hoch. Zwischen beiden Klubs ist die Stimmung vergiftet.

Lange Zeit lag viel Glanz bei dem Auftritt des TuS 05 Sinsen in Dortmund-Wickede. Der TuS führte nach einer brillanten ersten Halbzeit mit 2:0 Toren beim BV Westfalia – scheinbar unangefochten.

In der Nachspielzeit lenkte Kapitän Timo Koscholleck eine Flanke des BV-Angreifers Finn-Jona Heinings zum 1:2 ins eigene Tor. Ein Schönheitsfehler! Mehr als ein Schönheitsfehler dann die verbale Entgleisung eines Sinsener Spielers vor dem Kabinentrakt. Es sollen rassistische Äußerungen gegenüber dem Westfalia-Angreifer Igwean Odichukwumma gefallen sein, und die sollen Tumulte zwischen beiden Teams ausgelöst haben.

Der Sportliche Leiter der Westfalia Emre Konya verlangt vom TuS nun eine offizielle Entschuldigung; ansonsten soll Meldung an den Verband ergehen. Man darf auf die weitere Entwicklung gespannt sein. Co-Trainer Andreas Köhler sicherte zu, den Vorgang zu prüfen und gegebenenfalls Sanktionen zu verhängen.

Sinsens Sieg im Pappelstadion ist auf alle Fälle mit einem Makel behaftet. Dabei stünde dem Marler Verbandsligisten eigentlich eine sportliche Würdigung zu. In Dortmund gelang dem TuS schließlich bereits der fünfte Auswärtssieg. Die Verfolger Meinerzhagen, Erkenschwick und Hassel ließen Federn; Rang zwei hinter Finnentrop ist eine vorzügliche Ausgangsposition für die restlichen Spiele dieser Halbserie.

Und die Schwarz-Weißen zeigten sich in hervorragender Form. Bereits der erste Angriff führte zum 0:1. Johannes Engel legte nach einem weiten Diagonalpass zurück auf David Sdzuy, der mit seiner Flanke den Kopf von Marvin Piechottka erreichte. Der Mittelfeldspieler vollendete gekonnt zur frühen Führung (5.).

Der TuS blieb am Drücker, beherrschte die erste Halbzeit. Die Heimelf, gebeutelt durch eine Vielzahl an nicht einsetzbaren Spielern, kam überhaupt nicht in eine gefährliche Situation für die Gäste. Die wiederum glänzten durch ein durchdachtes Spiel in allen Mannschaftsteilen. Der Ball durchlief präzise und gekonnt die Reihen – je nachdem wurde in die Breite gespielt oder der rasante Weg nach vorne beschritten. Die heimischen Fans murrten bereits früh: „Das ist ja nicht mehr zum Hingucken.“

Mit der Zunge zum Schnalzen war das Sinsener 0:2 in der 31. Spielminute. Ein Konter über Piechottka gelangte zu Olcay Yilmaz, der pfeilschnell der Westfalia-Abwehr enteilte, quer auf den mitgelaufenen Engel passte – und der linke Sinsener Flügelmann legte den Ball souverän ins Wickeder Tor. Wenig später hatte Patrick Goecke die Riesenchancen zum 0:3, aber recht fahrig löffelte er den Ball über Wickedes Tor.

Zur zweiten Halbzeit kam die Mannschaft von Trainer Alex Gocke wie verwandelt. Nun nahm sie jeden Zweikampf gierig an, legte läuferisch zu und brachte den TuS vor allem durch Igwean Odichukwumma mehrfach in Bedrängnis. Allerdings: klare Gelegenheiten lagen weiter auf Sinsener Seite. Zwei Riesenchancen ließ erneut Goecke liegen. Einmal parierte Dennis Wegner gegen Dennis Adamczok hervorragend.

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