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Sinsen läuft in der Mondpalast-Arena hinterher: Wannes Niklas Baf entwischt mit Ball Olcay Yilmaz (l.) und Fürkan Saritas. Tugay Tekin und Jan-Niklas Kaiser (ganz rechts) schauen zu.

Fußball - Westfalenliga

Sinsens stolze Serie endet in Wanne

HERNE/MARL - Sinsens stolze Serie ist gerissen: Nach sieben Siegen in Serie unterlag die Mannschaft von Trainer Toni Kotziampassis dem DSC Wanne-Eickel mit 1:4. Der Trainer nahm die Niederlage erstaunlich gelassen.

"Es war mir klar, dass wir mal verlieren würden“, meinte der Übungsleiter nach dem Abpfiff kurz und knapp. Sinsens Coach wollte die Pleite im Sportpark Wanne allerdings nicht alleine am Fehlen der Stammkräfte Köksal, Aksu und Adamczok festmachen: „Wir haben genug Qualität in der Mannschaft, da müssen eben andere ran.“

An der Ausrichtung änderte sich für den Gast aus Marl nichts, nur das Personal im Mittelfeld wurde ausgetauscht. Luciano Sabellek bekam eine weitere Chance, sich zu bewähren. Und neben ihm sollte Marco Kampmann für Schwung sorgen. So weit der Plan.

Aber bereits nach wenigen Minuten musste man aus Sinsener Sicht feststellen, dass der DSC gewillt war, seine Spielweise durchzudrücken. Die Gelb-Schwarzen waren einfach präsenter und geschickter im Zweikampf. Sie profitierten von frühen Ballgewinnen, sie brachten die Bälle konsequent zu ihren schnellen Flügelleuten.

Eine erste Kostprobe kredenzten die Wanner den Zuschauern nach neun Spielminuten: Jan-Niclas Kaiser stieß über den rechten Flügel vor, bediente in der Zentrale Niklas Baf, der den Ball aber aus bester Mittelstürmerposition über das Sinsener Tor drosch. Dennoch ließ die Führung für die Heimelf nicht lange auf sich warten: Erneut gewann der DSC ein Mittelfeldduell, Sinsens Abwehr konnte nur ungenügend klären - Lukas Ziegelmeier hämmerte den Ball in der 17. Spielminute unhaltbar für Sven Jürgens in den Winkel zum 1:0.

Der TuS taumelte fortwährend und kassierte wenige Sekunden später das 2:0. Diesmal konnte Sebastian Westerhoff ungestört den Ball unten rechts einschieben.

Eigentlich erholten sich die Schwarz-Weißen von diesem Doppelschlag überhaupt nicht mehr. Zwar kamen die Sinsener etwas besser ins Spiel, konnten sich vor allem im defensiven Bereich stabilisieren, aber offensiv blieb der TuS an diesem Sonntag harmlos. Weder Standards noch Schüsse aus der Distanz konnten das Tor von Niklas Simpson annähernd in Gefahr bringen.

So ruhten die Hoffnungen auf Besserung auf den zweiten Durchgang. Aber auch dieser begann mit einem Desaster: Erneut konnte der DSC kontern und vor dem Sinsener Tor Westerhoff in Stellung bringen. Und der Routinier zeigte mit einem Kunstschuss seine Qualität. Er überlistete Jürgens mit einem Heber zum 3:0 in der 55. Spielminute.

Kurios, dass sie Sinsen erst nach diesem kapitalen Rückstand zu einer Reaktion aufrappelte und – paradox – noch zu einem Remis hätte kommen können. Mittlerweile hatte der TuS neues Personal auf dem Rasen in Wanne-Eickel. Es kamen Nico Köhler, Johannes Engel und schließlich noch Thomas Swiatkowski.

Die überhaupt erste gute Gelegenheit ergab sich für Marvin Piechottka: Knapp ging der Ball übers Tor. Dann lag der Ball perfekt für Nico Köhler bereit. Alleine vor Simpson verzog er knapp. Schließlich drosch Tekin den Ball aus bester Position übers DSC-Tor.

Erst Johannes Engel konnte nach einer tollen Kombination das Tor zum 1:3 erzielen (77.). Allerdings machte Niklas Baff dann mit seinem Tor zum 4:1 alles klar.

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