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Immerhin – Chancen hat der TSV auch gegen YEG Hassel: Hier scheitert Nils Fabisiak an Torwart Enes Kurt.

Fußball - Westfalenliga

Ein Tag für die Skeptiker am Loekamp

MARL - Alle Skeptiker rund um den Loekamp sehen sich bestätigt: In dieser Verfassung wird es für den TSV Marl-Hüls verdammt schwer, den Klassenerhalt in der Westfalenliga zu schaffen. Am Sonntag hat YEG Hassel dem Traditionsverein die Grenzen aufgezeigt. Die Elf von Werner Kasper verlor mit 2:4 (1:2).

Kampf und Laufbereitschaft reichten nicht aus, um die spielstarken Gäste 90 Minuten lang zu kontrollieren. YEG machte nicht zu viel, wirkte aber reifer und entschlossener, während Trainer Kasper bei seinen Angreifern „die fehlende Entschlossenheit, den Killerinstinkt“ vermisste. Chancen, das Ergebnis besser zu gestalten, hatten die Gastgeber in jedem Fall.

Das frühe 0:1 kassierte der TSV nach einem bekannten Muster. In der Vorwärtsbegegnung verlor Arthur Fell den Ball. Hassel reagierte in Person von Mesut Özkaya blitzschnell. Sein Pass ins Zentrum passte genau: Semih Esen schloss cool ab (3.).

Vier Minuten später war der Lapsus repariert. Torhüter Enes Kurt vertändelte den Ball gegen Fell, den Abpraller versenkte André Töppler technisch anspruchsvoll aus 20 Metern. Das 1:1 machte dem Hülser Anhang Hoffnung.

Doch in der Folgezeit geriet die Deckung der Hausherren ins Schwimmen. Alper Özgen (9.) und wieder Esen (13.) kamen dem TSV-Tor verdächtig nah. Spielend einfach bereitete der Gast dann das 2:1 vor: Mert Kilic stieß auf dem linken Flügel bis zur Grundlinie vor und gab in die Mitte, wo Özgen unbehindert einschieben konnte (16.).

Zum Glück setzte YEG Hassel nicht entschlossen nach, sondern verwaltete den Vorsprung. Erst ein Solo von Özkaya, der aus spitzem Winkel übers Tor schoss, weckte die Hausherren aus ihrer Lethargie (35.). Bis zum Seitenwechsel drückte der TSV auf den Ausgleich, ohne eine ganz klare Tormöglichkeit herauszuarbeiten.

Die gab es dann fünf Minuten nach Wiederbeginn: Luca Robert tankte sich auf dem rechten Flügel durch und passte flach vors Tor, wo Töppler die Hereingabe haarscharf verpasste. Es schien, als könne die Begegnung noch kippen.

Tosun ist frei und macht alles klar für YEG

Doch dann wurde es YEG zu bunt. Bei einer Flanke stand Ahmet Tarik Tosun frei am zweiten Pfosten und durfte seelenruhig einnicken (59.). Das 1:3 – auch das ist typisch für den TSV in dieser Saison – demoralisierte das Team zwischenzeitlich. Die Gäste stießen nach und erzielten den vierten Treffer durch Tosun, der nur einzuschieben brauchte (65.).

Immerhin rappelten sich die Gastgeber noch einmal auf. Arthur Fell löste sich bei einer Töppler-Flanke im richtigen Moment von seinem Gegenspieler und verkürzte aus der Drehung auf 2:4 (78.). Es reichte nicht zu mehr, aber der eingewechselte Nils Fabisiak (90.) und noch einmal Kapitän Fell (90.+2) hatten durchaus die Möglichkeit zur Ergebniskosmetik.

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