Fußball

Transfer-Hammer am Stimberg: Dieser Spieler kehrt im Sommer zur Spvgg. Erkenschwick zurück

  • vonOlaf Nehls
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Die Spvgg. Erkenschwick bastelt weiter am Kader für die Saison 2021/2022. Dem aktuellen Westfalenliga-Zweiten ist dabei jetzt ein echter Transfer-Coup gelungen, an dem die Verantwortlichen seit mehr als einem Jahr gearbeitet hatten. Der Neue ist am Stimberg alles andere als ein Unbekannter.

Wennn die Fans am Stimberg ihr weit über die Stadtgrenzen hinaus bekanntes „Einmal Schwicker, immer Schwicker“ skandierten, dann hatte er immer lauthals mitgesungen. Auch im Sommer 2016 nach seinem letzten Spiel gegen die Sportfreunde Siegen. Als Stefan „Ö“ Oerterer die Spvgg. Erkenschwick mit vielen anderen Mitspielern nach sieben Jahren in Richtung TuS Haltern verließ, da war allen echten „Schwickern“ klar, dass der Mittelstürmer eines Tages zurückkehren wird – irgendwie sogar ihm selbst. Und zur neuen Saison ist es soweit.

„Ö“ kann es noch immer. Auch wenn Stefan Oerterer im März schon 33 Jahre alt wird, soll er bei der Spvgg. Erkenschwick nicht bei den Alten Herren aushelfen.

Vierfacher Torschützenkönig in der Oberliga Westfalen

In dieser Woche hat der Verein nämlich die Verpflichtung des torgefährlichsten Oberliga-Stürmers aller Zeiten (152 Tore) und Rekordtorschützen des Vereins (183 Tore) unter Dach und Fach gebracht. In der kommenden Spielzeit wird Stefan Oerterer, viermaliger Oberliga-Torschützenkönig und Publikumsliebling, wieder für seinen „Herzensklub“ spielen, den er vor knapp fünf Jahren tränenreich verlassen hatte. Entsprechend groß ist die Vorfreude bei allen Beteiligten im Klub. Sogar ein professionelles Video-Shooting hat der Traditionsverein für die Rückkehr seines „verlorenen Sohnes“ organisiert. Es sei schließlich nicht irgendein Spieler, der da „nach Hause“ kommt, sagt auch Tobias Rawers.

Rekordtorschütze bekommt wieder die Rückennummer 14

Der Marketing-Chef hat am Skript für den Dreh mitgewirkt. „Am Stimberg ist zu Hause“ steht vorne auf der Brust des schwarz-roten Trikots, das Oerterer in dem Video trägt, als er langsamen Schrittes den noch leicht schneebedeckten Rasen des Stimbergstadions betritt. Mehr Gänsehaut-Feeling geht nicht. Und natürlich bekommt „Ö“ auch wie damals die Rückennummer 14. Die hatte zuletzt Leon Stöhr getragen. Dessen Vertrag wurde nicht verlängert. Auch der zweite Vorsitzende Michael Bröhl, der sich wie kein Zweiter im Verein um die Rückholaktion bemüht hatte, ist überglücklich, wenn er sagt: „Ohne Ö fehlte was!“

Stefan Oerterer trägt in der neuen Saison wieder das Trikot mit der Rückennummer 14.

Zwischen 2009 und 2016 235-mal für den ESV im Einsatz

Stefan Oerterer hat sich als Typ kaum verändert, hat noch immer einen lockeren Spruch auf den Lippen. Im kommenden Monat (25. März) wird der Torjäger, der dem TuS Haltern mit seinen Buden zum Durchmarsch in die Regionalliga verhalf, 33 Jahre alt. Viele hatten schon in der vergangenen Saison mit der Rückkehr des Rekordtorjägers (zwischen 2009 und 2016 spielte Oerter in der Westfalen- NRW- und Oberliga für den ESV) gerechnet, als der TuS Haltern den freiwilligen Rückzug aus der Regionalliga bekannt gab. „Aber ich habe ja noch Vertrag bis Saisonende und fühle mich in Haltern sehr wohl“, sagt er selbst dazu. Tatsächlich bastelten die Verantwortlichen der Schwarz-Roten schon länger an der Realisierung der Rückholaktion des Mittelstürmers, der gut befreundet ist mit Halterns Trainer Timo Ostdorf. Mit „Ossi“ hatte „Ö“ Anfang der Woche noch ein längeres Gespräch. „Ich habe ihm gesagt, wie meine Pläne aussehen. Unsere Freundschaft wird darunter nicht leiden“, versichert Oerterer. „Es ist einfach jetzt der richtige Zeitpunkt, den Wechsel zu machen“, sagt er dazu.

„Haltern bleibt drin, Erkenschwick steigt auf“

Bei den Halternern wird sich personell zur neuen Saison einiges verändern. Auf junge Spieler aus dem eigenen Nachwuchsbereich will der TuS im Seniorenbereich verstärkt setzen, hat unlängst zehn A-Junioren mit Verträgen ausgestattet. In die Kategorie „Jungspund“ fällt Stefan Oerterer ganz sicher nicht mehr. Zum alten Eisen zählt sich der Halterner Kapitän aber noch lange nicht. „Und wenn es irgendwie weitergehen sollte mit der unterbrochenen Saison, dann wäre es doch super, wenn der TuS den Klassenerhalt schafft und die Spvgg. den Aufstieg.“ Damit das gelingt, hatten die Erkenschwicker zuletzt mit einem Großteil des aktuellen Kaders die Verträge verlängert. Und auch „Präsi“ Olaf May wagte einen optimistischen Blick in die Zukunft.

Rubriklistenbild: © Olaf Nehls

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