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Da war die schwarz-rote Welt noch in Ordnung. Bernard Gllogjani auf dem Weg zum 1:0.

Fußball - Westfalenliga

Spvgg. gibt 2:0-Führung aus Händen

OER-ERKENSCHWICK - Ohne Not hat die Spvgg. Erkenschwick einen 2:0-Vorsprung aus der Hand gegeben und das Heimspiel gegen Westfalia Wickede am Ende nicht unverdient mit 2:3 verloren.

Bei der Suche nach Ursachen für den Leistungsabfall musste Trainer Ahmet Inal passen: „Eigentlich sind wir in der zweiten Halbzeit stärker. Außerdem musste Wickede doch mitspielen. Aber auf einmal bekommen wir Probleme und machen zu wenig. Ich bin enttäuscht.“

Die Gäste freuten sich diebisch über den Erfolg – schließlich hätte nach knapp 40 Minuten kaum jemand mit einer solchen Wende gerechnet. Gegen sehr defensiv formierte Dortmunder waren die Hausherren bis dahin deutlich überlegen.

Und sie profitierten zwei Mal von Unachtsamkeiten in der Westfalia-Defensive. Beim ersten Mal gelangte ein abgefälschtes Zuspiel von David Sawatzki bei Bernard Gllogjani. Der zentrale Angreifer setzte sich im Laufduell gegen Justice Agyeman und Anil Konya durch, überwand aus elf Metern Torhüter Dennis Wegner (24.).

Keine 60 Sekunden später kam der Stürmer wieder durch, scheiterte diesmal aber am Keeper. Von Wickede kam wenig bis nichts. Ohne zu glänzen, hielten die Gastgeber das Geschehen unter Kontrolle und profitierten vom zweiten Schnitzer der Schwarz-Weißen.

Bei einer harmlosen Hereingabe unterlief Kapitän Konya ein Handspiel. „Klarer Elfmeter“, urteilte sein Trainer Alexander Gocke. Hakan Gökdemir ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen und erhöhte auf 2:0 (37.).

Dass Timo Conde kurz zuvor verletzt hatte ausgetauscht werden müssen, rückte angesichts des zweiten Treffers in den Hintergrund. Doch schon kurz vor dem Seitenwechsel deutete sich an, dass die vermeintlich sichere Führung das falsche Signal darstellte. Robin Dieckmann hatte den Anschlusstreffer gegen die allzu sorglose Abwehr auf dem Fuß, verpasste aber.

Wickede hatte im zweiten Durchgang mehr Anteile, ohne richtig gefährlich zu werden. Einen der wenigen Erkenschwicker Konter, die gut zu Ende gespielt wurden, beförderte der eingewechselte Skandar Soltane ins gegnerische Tor, stand dabei allerdings im abseits (64.).

Die Gäste machten wenig später ernst. Andreas Lüder hatte auf der rechten Seite zu viel Raum und wurde von Danny Tottmann nicht entscheidend gestört. Er spielte zurück auf Dieckmann, der Keeper Florian Gabisch keine Abwehrchance ließ (71.).

Nach dem 2:1 wollten die Gäste nachsetzen. Die Spvgg. bekam jetzt noch mehr Raum, aber aussichtsreiche Kontersituationen wurden nicht konsequent umgesetzt. Schlimmer: Wieder kamen die Gäste über rechts gefährlich nach vorne. Die Erkenschwicker Abwehr spekulierte auf Abseits, doch der eingewechselte Mehmet Erdogan wurde nicht zurückgewinkt und vollendete zum 2:2 (77.).

Fünf Minuten später legte Wickede gegen konsternierte Hausherren nach. Diesmal kam die Vorlage vom linken Flügel. Dieckmann kam frei zum Abschluss. Torhüter Gabisch reagierte prächtig, war aber gegen den Nachschuss von Erdogan machtlos.

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