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Auf der Suche nach einer Anspielstation: Philipp Mandla, der vom zweifachen Torschützen Andreas Spais verfolgt wird.

Fußball - Westfalenliga

Spvgg. verschläft den Start - 2:3

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OER-ERKENSCHWICK - Der RSV Meinerzhagen hat am Stimberg seinen Blitzstart ins Ziel gerettet: Der Tabellenzweite der Westfalenliga 2 hatte vor 200 Zuschauern nach gerade einmal sechs Minuten mit 2:0 in Führung gelegen und 60 Sekunden vor Abpfiff fast noch den Ausgleich kassiert.

So aber fuhren die von Profi Nuri Sahin gecoachten Sauerländer mit 3:2 den Sieg ein. War er nun verdient oder erzittert? Mutlu Demir, der offiziell das Traineramt beim RSV ausübt, das Coaching am Sonntag aber Nuri Sahin überließ, hatte am Ende ein wenig Mitleid mit den tapfer kämpfenden Rothemden.

„Eine Mannschaft, die sich gegen uns nicht aufgibt und die Fußball spielt, hat das 3:3 verdient“, so Demir in Richtung der Spvgg. Erkenschwick. Gelegen kam dem Meinerzhagener Übungsleiter der Sieg aber allemal, das Fernduell mit TuS 05 Sinsen endete diesmal ohne Sieger.

Einen klaren schien es am Stimberg zu geben. Gleich der erste Angriff der Gäste saß: Kapitän Julian Jakobs hatte rechts freie Bahn, flankte in den „Fünfer“, wo Fisnik Zejnullahu im Rücken der Innenverteidiger auftauchte und zum 0:1 traf (3.).

Der zweite Stimmungskiller folgte prompt: Erkenschwick stand hoch, spielte auf Abseits, die Fahne des Assistenten blieb in der 6. Minute aber bei einem Pass in die Tiefe unten, was Andreas Spais nutzte, um das 0:2 zu erzielen. Der Treffer zeigte Wirkung, die Spvgg. fand keinen Zugriff, trug den Ball nach vorne (wenn die Mannschaft angesichts des hohen Ballbesitzanteils der Gäste dazu kam), als hätten alle Zement in den Schuhen.

Der erste Schuss aufs RSV-Tor, abgegeben vom später verletzt ausgewechselten David Sawatzki, war erst in der 36. Minute zu notieren. Und er war der Wendepunkt: Spätestens als drei Minuten später Jan Binias einen Freistoß in den Meinerzhagener Strafraum schlug (Nik Kunkel hatte Sawatzki gefoult) und Timo Conde das 1:2 erzielte, glaubte die Mannschaft an sich (39.). Daran änderte auch nichts, dass Spais noch vor der Halbzeit nach Vorarbeit von Ewald Platt das 1:3 folgen ließ (43.).

Tottmanns Distanzschuss geht an die Torlatte

Meinerzhagen blieb nach dem Seitenwechsel die reifere Mannschaft, hatte aber zusehends Probleme, sich den nun leidenschaftlich wehrenden „Schwickern“ zu stellen. Schon in Minute 53 wäre das 2:3 fällig gewesen: Danny Tottmann überwand mit einem feinen Distanzschuss aus über 30 Metern den weit vor seinem Kasten stehenden Keeper Nils Landwald, der Ball aber prallte nur an die Unterkante der Latte; Skandar Soltanes Kopfball im Nachsetzen war zu schwach.

Besser machte es in der 59. Minute Bernhard Gllogjani: Der Offensivmann stand bei einem weiteren Binas-Freistoß (Foul an Weßendorf) goldrichtig, um das 2:3 zu erzielen. Jetzt war es ein offenes Spiel, wobei vor allem die eingewechselten Mikael Satin und Dennis Drepper für frischen Wind sorgten.

Meinerzhagen versuchte, die Entscheidung zu erzwingen, scheiterte aber an Spvgg.-Keeper Philipp Kunz (77.; 83.), während sich in den letzten zehn Minuten das Ballbesitz-Verhältnis komplett drehte. Erkenschwick drückte mit Macht, kam aber nicht in die berühmt-berüchtigte Box.

Bis zur dritten Minute der Nachspielzeit: Binias schickte Timo Conde auf die Reise, der es aus 14 Metern direkt versuchte und mit der besten herausgespielten Chance der Platzherren nur das Außennetz traf.

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