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Marvin Thomaszik (l.) trägt in der kommenden Saison das Trikot des VfB Hüls.

Fußball - Westfalenliga

Stehaufmännchen TSV feiert Sieg

MARL - Die Stehaufmännchen der Verbandsliga kommen vom Loekamp: Eine Woche nach der deprimierenden 1:5-Niederlage von Wanne-Eickel hat der TSV Marl-Hüls ein deutliches Lebenszeichen gesendet und den TuS Hordel mit 2:1 (1:1) niedergerungen.

Den 115 Zuschauern wurde keine fußballerische Feinkost geboten, aber Kampf bis zur 94. Minute! Die Leidenschaft, mit der sich die Hausherren der Aufgabe widmeten, beeindruckte auch den fußballerisch überlegenen Gast, der die Begegnung in der Anfangsphase klar beherrscht hatte.

Die neu formierte Hülser Deckung, in der Murat Yilmaz und Eugen Fell die Innenverteidigung bildeten, wirkte zunächst nicht sattelfest, litt aber auch darunter, dass die abgewehrten Bälle postwendend zurückkamen. Dann gelangte ausgerechnet Ron Berlinski, vor dem Trainer Werner Kasper seine Elf vor dem Anpfiff besonders gewarnt hatte, zentral an den Ball und traf mit einem platzierten Schuss aus gut 20 Metern zum 1:0 für Hordel (10.).

Die Gastgeber schwammen sich zwar allmählich frei, doch die Gäste wirkten weiterhin gefährlicher. Zunächst versuchte es Berlinski aus der Drehung (25.), dann mit einem Fallrückzieher (27.), verfehlte aber in beiden Fällen das Hülser Tor. Beim Ausgleich halfen die Grün-Weißen dann fleißig mit.

Arthur Fell ahnte schlitzohrig einen katastrophalen Rückpass voraus, erlief sich den Ball, umkurvte Torhüter Tim Becker und schob nervenstark ein (32.). Hordel reagierte wütend: Rene Michen köpfte auf die Latte (33.); TSV-Schlussmann Nils Martens parierte aus kurzer Distanz gegen Philipp Dragicevic (36.).

Nach dem Seitenwechsel drehte sich das Blatt. Die Gastgeber stießen über die Flügel immer wieder gefährlich vor. Die ersten Abschlüsse hatten Leotrim Kryeziu (52.) und Mohamed Bamba (59.). Zwei Minuten später schaltete Lorenz Niedrig den Turbo ein und bediente den mitgelaufenen Bamba, der von der Strafraumlinie aus den Ball klasse ins lange Eck beförderte (61.).

Kurz darauf lag sogar das 3:1 in der Luft. Diesmal spielte Bamba zurück auf Niedrig, der aber aus acht Metern den Ball nicht richtig traf (63.). Hordel blieb noch eine halbe Stunde, doch allzu viel hatten die Gäste nicht mehr zu bieten.

Mit viel Leidenschaft und einer Portion Glück bei den hohen Hereingaben hielt die Hülser Abwehr dicht. Das Mittelfeld, in dem Bastian Kniza erstmals nach seiner Verletzungspause von Beginn an eingesetzt wurde und eine solide Leistung zeigte, ackerte, sodass die Hülser Anhänger immer zuversichtlicher wurden.

In der vorletzten Minute der regulären Spielzeit wurde es dann turbulent im TSV-Strafraum. Erst traf Dragicevic mit einem Gewaltschuss den linken Pfosten des Hülser Tores, dann parierte Nils Martens den zweifachen Nachschuss in der Manier eines Bundesliga-Keepers.

Die vierminütige Nachspielzeit zog sich aus Sicht der Gastgeber endlos in die Länge, ehe Schiedsrichter Marcel Benkhoff die faire Begegnung endlich abpfiff.

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