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Bestnote beim TSV: Eugen Fell (r.) holte auf der linken Seite viele Bälle und kaufte Iliass Adinda-Ougba den Schneid ab.

Fußball - Westfalenliga

Strohmann ist der TSV-Schreck

MARL - Keine Punkte, aber jede Menge Komplimente für den „neuen“ TSV Marl-Hüls: Gegen Concordia Wiemelhausen hat der Traditionsverein positiv überrascht und nur sehr unglücklich mit 1:2 (0:1) verloren.

In der zweiten Halbzeit hatten wir in zwei, drei Szenen Glück und einen starken Torhüter“, gestand Gäste-Coach Jürgen Heipertz unumwunden ein. TSV-Trainer Werner Kasper ärgerte sich über das Ergebnis, war aber mit der Art und Weise, wie seine neu formierte Mannschaft sich den 250 Zuschauern am Loekamp präsentiert hatte, absolut einverstanden.

Hüls war mit einer eher defensiven Formation ins Spiel gegangen– ohne Mohamed Bamba, der dem Fußball-Lehrer „ein wenig zu offensiv denkt“. Seine Elf präsentierte sich gut organisiert, sodass Wiemelhausen die spielerische Überlegenheit zunächst nichts nutzte.

Nach einer Viertelstunde wurde es erstmals gefährlich vor dem Kasten der Hausherren: Nach einer Ecke ging Leotrim Kryeziu bei seinem Klärungsversuch nur halbherzig zur Sache. Der Ball wurde noch einmal gefährlich, aber Bastian Kniza kratzte das Leder von der Linie.

Eindrucksvoll das gute Stellungsspiel der Hülser Innenverteidigung mit Muhamed Demir und Andreas Ovelhey. Außerdem machte Eugen Fell auf der linken Abwehrseite ein Riesenspiel, gefiel durch seine Ruhe am Ball.

Nach vorne ging allerdings wenig. Arthur Fell, zunächst im Angriff, fand nicht die rechte Bindung zum Spiel. Gefährlich wurde es immer dann, wenn die Gastgeber den pfeilschnellen Lorenz Niedrig auf dem linken Flügel einsetzen konnte. Zum Abschluss kam der TSV aber bis zum Seitenwechsel nicht. Die Gäste hatten den Torschrei auf den Lippen, als Kniza im Aufbau patzte, Xhino Kadiu den Ball aber frei über den Giebel drosch (41.). Kurz vor dem Pausenpfiff doch noch das 1:0 für die Concordia.

Kniza, mit seiner Ballsicherheit sehr wichtig für die Hausherren, ließ Kai Strohmann zu viel Platz. Eine Körpertäuschung und ein satter Abschluss aus 17 Metern. TSV-Ersatztorhüter Shpend Avdyle besaß keine Abwehrmöglichkeit.

Werner Kasper brachte Torjäger Bamba und setzte ein Signal. Mit Wiederbeginn verlagerte sich das Spiel in die Bochumer Hälfte. Der Hülser Einwechselmann setzte sich geschickt an der Grundlinie durch und gab zurück auf Niedrig, der aus 14 Metern abzog. Sein Schuss wurde noch von Arthur Fell abgefälscht und schlug zum 1:1 im Kasten ein (49.).

Plötzlich wackelte Wiemelhausen. Niedrig zündete den Turbo und lief allein aufs Tor zu, zirkelte den Ball aber am langen Pfosten vorbei (62.). Dann fasste sich Kapitän Arthur Fell ein Herz, zog nach einem Solo aus 20 Metern ab. Torwart Simon Meyering parierte (65.).

Auch wenn die Gäste sich allmählich wieder berappelten, hatte der TSV die besseren Chancen. Fell traf das Außennetz (71.), Bamba erwischte den Ball nach Niedrig-Zuspiel nicht richtig (81.). Eine Hülser Doppelchance entschied das Match schließlich.

Kniza scheiterte aus guter Position am Torhüter; Fell kam angeflogen, brachte den Ball im zweiten Versuch aber auch nicht am Keeper vorbei (85.). Im Gegenzug fehlte der TSV-Deckung einmal die volle Konzentration. Strohmann wurde zentral eingesetzt und schlug nervenstark zu zum 2:1 zu (86.). Muhamed Demir reklamierte so vehement eine Abseitsstellung, dass er die einzige Gelbe Karte der fairen Partie gezeigt bekam.

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