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Prima Einstand in der ersten Mannschaft: Julian Treiber (l.) nervte Lünens Kapitän Marcel Ramsey.

Fußball - Westfalenliga

TSV: Schock in der Nachspielzeit

MARL - So grausam kann Fußball sein: Der bravouröse Kampf des TSV Marl-Hüls wird nicht belohnt. Gegen den Lüner SV verlieren die blutjungen Hausherren durch einen Treffer in der Nachspielzeit mit 1:2 (0:1).

Dem Schützen des entscheidenden Tores war das Ergebnis fast peinlich: „Für mich ist das heute ein super Einstand. Hüls hätte aber ein Unentschieden verdient gehabt“, gestand Fabian Pfennigstorf ein. Der 30-jährige Recklinghäuser hatte in der Vorrunde aus beruflichen Gründen pausiert und greift nun neu an.

Das brutale Ende ausgenommen, hat der TSV im ersten Meisterschaftsspiel des Jahres positiv überrascht. Vor offiziell 68 Zuschauern hinderten die Gastgeber den hocheingeschätzten Gegner durch eine disziplinierte Leistung daran, sein spielerisches Potenzial zu entfalten. Gerade im zweiten Durchgang kombinierten die Hülser ansehnlich nach vorne.

Da aus dem Spiel heraus wenig ging, fiel der Lüner Führungstreffer durch einen Standard: Nach einer Ecke legte Marcel Ramsey mit dem Kopf vor für Mirza Basic, der aus fünf Metern in die kurze Ecke traf (18.). Der Gast setzte aber nicht nach, während der TSV eine gute Ausgleichschance vergab: Andre Töppler scheiterte nach Vorlage von Moritz Isensee an Torhüter Florian Fischer (25.).

Im zweiten Durchgang häuften sich die Strafraumszenen. Zunächst vergab Milan Sekulic das mögliche 2:0, dann schaffte Hüls das 1:1. Nach einer Ecke von Isensee konnte Lünen nicht klären; der Youngster brachte den Ball noch einmal scharf vors Tor. Luca Robert war mit dem Kopf zur Stelle (54.).

Vier Minuten später hätte Lünen erneut in Führung gehen müssen. Sekulic spielte mit dem eingewechselten Hakan Uzun einen doppelten Doppelpass. Die flache Hereingabe hätte Basic nur über die Linie schieben müssen, aber er donnerte den Ball aus fünf Metern übers Hülser Tor.

Robert trifft und sieht die Ampelkarte

Doch auch der TSV hatte die Entscheidung auf dem Fuß. Bei einer Ecke schwamm die LSV-Abwehr bedenklich, und Robert verfehlte nach einer Unsicherheit von Keeper Fischer das verwaiste Gehäuse (70.). Der 18-jährige Hülser blieb im Mittelpunkt des Geschehens: Obwohl bereits verwarnt, ging er gegen Uzun knapp vor dem eigenen Strafraum ungestüm zur Sache. Schiedsrichter Matthias Erning zückte die Gelb-Rote Karte (75.).

In Überzahl erhöhte Lünen den Druck. Viele Aktionen wirkten jedoch zu hektisch. Nachdem Nils Martens gegen Sekulic eine Großchance vereitelt hatte (86.), erwischte es die tapferen Hausherren in der zweiten Minute der Nachspielzeit. Der Deckung um den überragenden Andreas Ovelhey gelang es nicht, den Ball aus der Gefahrenzone zu befördern. Pfenningstorf kam 15 Meter vor dem Kasten frei zum Abschluss und setzte den Ball flach unten ins linke Toreck.

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