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Die Moral stimmt: In dieser Szene setzt sich der Hülser Jonas Weid (r.) energisch gegen Santiliano Braja durch, Schürens stärksten Offensivspieler am Loekamp.

Fußball - Westfalenliga

TSV wieder mit leeren Händen

MARL - Mit dem letzten Aufgebot hoffte der TSV Marl-Hüls bis zum Schlusspfiff auf einen Punkt. Am Ende stand das Westfalenliga-Schlusslicht aber mit leeren Händen da. Gegen den BSV Schüren unterlag die Elf von Oliver Ridder verdient mit 2:3 (0:2).

Für die Hausherren sprach am Sonntag einmal mehr die große Moral – für die Gäste die Mehrzahl an Chancen. Wenn der TSV nicht einen Teufelskerl wie Nils Martens im Tor gehabt hätte, so wäre die Begegnung frühzeitig entschieden gewesen. Schon in der 5. Minute musste der Hülser Schlussmann in höchster Not retten.

Santiliano Braja war aus stark abseitsverdächtiger Position zum Abschluss gekommen. Dann hatte der agile Linksaußen der Dortmunder wieder zu viel Raum. Er konnte sich 15 Meter vor dem Hülser Tor drehen und das Leder unhaltbar unter die Latte hämmern (10.).

Nach dem 0:1 bekamen die Hausherren mehr Zugriff auf die Begegnung. Das schlug sich auch in Chancen nieder: Erst zielte Philip Breilmann aus 18 Metern knapp vorbei (16.). Dann zwang Tim Theemann, für Mohamad Bamba (Zehenverletzung) ins Spiel gekommen, Torhüter Sascha Samulewicz nach Vorlage von Luca Robert zu einer Glanzparade (17.).

Nach den beiden Chancen erhöhte Schüren wieder den Druck und provozierte Aufbaufehler der Gastgeber. Martin Merkel eroberte den Ball und setzte Braja ein, der jedoch an Martens scheiterte (24.). In der 33. Minute rechneten alle mit dem 2:0, aber Björn Menneke fand zuerst im Hülser Schlussmann seinen Meister und beförderte den Ball dann übers Tor. Eine Minute später köpfte der BSV-Kapitän an den Pfosten.

Isensee setzt einen Freistoß an den Pfosten

Kurz vor dem Seitenwechsel bauten die Gäste ihren Vorsprung doch noch aus. Zunächst kam Christopher Herwig nach einer Ecke von Michael Oscislawski frei zum Kopfball, scheiterte aber am fliegenden TSV-Keeper, der den Ball ins Toraus lenkte. Der nächste Eckstoß führte zum 2:0: Menneke kam mehr oder weniger ungehindert zum Abschluss (43.).

In der Pause rüttelte Coach Ridder seine Mannen mit Erfolg wach. Sie wirkten deutlich aggressiver und zwangen den Gegner zu Fehlern. Herwig wusste sich nicht anders zu helfen, als Moritz Isensee im Strafraum umzureißen. Den fälligen Strafstoß verwandelte Breilmann eiskalt zum 1:2 (51.).

Plötzlich glaubte Hüls wieder an sich. 180 Sekunden nach dem Anschlusstreffer fand Leotrim Kryezius Hereingabe aber keinen Abnehmer. Der TSV selbst stoppte die Aufholjagd. Jonas Weid leistete sich im Aufbau einen folgenschweren Ballverlust, den Zivko Radojcic zum 3:1 nutzte (60.).

Die Hülser schüttelten sich und machten weiter. Ein 22-Meter-Freistoß von Isensee landete am Pfosten (75.). Auf der anderen Seite scheiterte Eyüp Cosgun ganz frei an Martens (79.). Der TSV glaubte an seine Chance. Als Michael Hines den Ball an der Torauslinie vertändelte, war Luca Robert zur Stelle und traf mit einem Schuss ins lange Eck zum 2:3 (82.).

Trainer Ridder befahl in den Schlussminuten seine langen Defensivstrategen Andreas Ovelhey und Julian Treiber ins Sturmzentrum, ohne damit den späten Ausgleich zu schaffen. Im Gegenteil: Die Gäste hatten durch Cosgun noch zwei Riesenchancen, verpassten aber den vierten Treffer.

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