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Zumindest er ist fit: Olcay Yilmaz (links, im Derby gegen den Erkenschwicker Umut Berke) kann am Sonntag gegen den DSC Wanne-Eickel auflaufen. Ansonsten ist der Kader des TuS 05 Sinsen schwer ausgedünnt.

Fußball

Personalnot in Sinsen, Verstärkung bei der Spvgg. Erkenschwick 

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  • Thomas Braucks
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Unterschiedlicher können die Aufgaben für die heimischen Fußball-Westfalenligisten am Sonntag kaum sein: Der TuS 05 Sinsen erwartet den Aufstiegsfavoriten DSC Wanne-Eickel, die Spvgg. Erkenschwick reist zum Vorletzten FC Iserlohn.

Nach einem verheißungsvollen Start ist beim TuS 05 Sinsen grauer Alltag eingekehrt. Erst die 0:4-Niederlage im Derby gegen die Spvgg. Erkenschwick, dann das 1:3 in einem sehr schwachen Westfalenliga-Spiel beim BSV Schüren schlagen aufs Gemüt. 

Ob die Stimmungskurve ausgerechnet zum Duell gegen den DSC Wanne-Eickel mit den ehemaligen Sinsenern Marvin Piechottka, Johannes Engel und Marco Kampmann wieder steigt? Auf den ersten Blick fällt es schwer, daran zu glauben. Zu tun hat das mit dem ausgedünnten Sinsener Kader. 

Sinsener Krankenstation ist prall gefüllt

Trainer Toni Kotziampassis weigert sich zwar, alle angeschlagenen oder maladen Kicker aufzuzählen. „Ich will nicht jammern. Das bringt eh nichts.“ Fest steht, dass es neben den Langzeitverletzten wie Angelos Karantasiadis, Tugay Tekin oder Emre Köksal weitere Neuzugänge auf der Sinsener Krankenstation gibt. Jakob Helfer hat sich in Schüren einen Bruch der Nasenscheidewand zugezogen, Maurizio Fenu musste den Platz wegen schwerer Kreislaufprobleme verlassen. 

Am Freitagabend wurden 14 Spieler zum Training erwartet. Mit Ausnahme von Julian Stöhr fast ausschließlich sehr junge. „Ein Punkt wäre überragend“ „Eine so junge Truppe hatten wir hier noch nie“, sagt Kotziampassis. „Aber etwas ausrechnen sollte man sich immer. Es gibt genügend Beispiele, wie eine Mannschaft über sich hinausgewachsen ist.“ 

Und wieder ein Kellerkind: Traf die Spvgg. Erkenschwick am letzten Sonntag auf Westfalenliga-Schlusslicht YEG Hassel, geht die Reise diesmal zum noch sieglosen Vorletzten FC Iserlohn. 

Gehrmann mit auf der Trainerbank

Mit einem 4:0 feierte YEG gegen die Spvgg. eine fröhliche Auferstehung, was also wird die Schwarz-Roten am Hemberg erwarten? Trainer Ahmet Inal bleibt äußerlich gelassen: „Wir wissen, dass auch Iserlohn – ähnlich wie Hassel – stärker ist, als es der Tabellenplatz aussagt. Aber gerade in unserer Situation müssen wir auf uns schauen. Ich bleibe dabei: Mit unserer individuellen Qualität können wir nach 50, 60 Minuten uns jeden Gegner zurechtlegen und in der Liga schlagen. Wir müssen nur geduldig bleiben.“ 

Unter der Woche hat es eine überraschende Personalrochade am Stimberg gegeben: U17-Trainer Holger Gehrmann wird Inal ab sofort an der Seitenlinie assistieren. Der 57-Jährige hat Erfahrung u.a. als Co-Trainer beim Oberligisten ASC Dortmund, die 2. Mannschaft der Spvgg. führte er vor Jahren an die Tabellenspitze der Kreisliga A. „Wir wollen uns professioneller aufstellen, einige Dinge anders angehen und viel mehr Aufgaben verteilen“, sagt dazu Ahmet Inal. 

Nur drei Leader im Team der Spvgg.

So soll sich der spielende Co-Trainer David Sawatzki an den Sonntagen ganz auf seine Rolle als Spieler beschränken. Inal: „Wir haben eben nur drei Leader, er gehört auf dem Platz dazu. Natürlich wird er weiter Co-Trainer bleiben.“

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