Im Kreispokal-Finale 2017 treffen der FC Marl und der TuS Haltern aufeinander.
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So war das im Mai 2017: Der FC Marl steht im Kreispokal-Finale gegen TuS Haltern mächtig unter Druck und verliert am Ende mit 0:5. Im Halbfinale am Donnerstag will der Bezirksligist dem Favoriten ein heißes Duell liefern.

Fußball

Halbfinale im Kreispokal 2019/20 - Bezirksligist will Oberligist harten Kampf bieten

  • Thomas Braucks
    vonThomas Braucks
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Am Donnerstagabend erwartet Bezirksligist FC Marl den TuS Haltern. Beide trafen im Finale 2017 aufeinander. Schon damals waren beide Trainer dabei, wenn auch in anderer Funktion.

Am 22. Oktober 2019 wurde im Krombacher-Kreispokal das letzte Viertfinale ausgetragen. Zehn Monate danach wird an diesem Donnerstag um 19 Uhr endlich das Halbfinale angepfiffen: FC Marl – TuS Haltern. Bezirksligist und Oberligist standen sich in dem Wettbewerb zuletzt 2017 gegenüber. Im Finale. Damals noch für den TuS als Spieler auf dem Platz: Trainer Timo Ostdorf.

Der 34-Jährige setzte beim ersten Kreispokalerfolg des TuS Haltern überhaupt den Schlusspunkt. Der Oer-Erkenschwicker traf zum 5:0. Ob damals als Spieler oder nun als Trainer – Ostdorf ist heiß auf den Titel: „Das ist das erste Pflichtspiel seit März. Mehr muss man doch wohl nicht sagen.“ Gespannt sein darf man auf seine Mannschaft. Am Mittwochabend verlro sie gegen die U23 des FC Schalke 04 mit 1:5 (1:2). Einziger Halterner Torschütze war Jonah Sandkühler (36.), für die Königsblauen waren Matthew Hoppe (3.), Fatih Candan (23.), Daniel Kankam Kyerewaa (51., 75.) und Abdul Moursalim Fesenmeyer (61.) erfolgreich.

Nur noch zwei Regionalliga-Spieler sind übrig

Seit der TuS im Frühjahr sein „Bilbao-Konzept“ (mehr eigener Nachwuchs, mehr Spieler aus der Stadt und der Umgebung) ausgerufen hat, haben fast im Wochentakt gestandene Spieler den Verein verlassen. Zuletzt haben sich Julian Büscher (zum Bonner SC) und der Ex-Hülser Ilias Anan (zu Rot-Weiss Ahlen) verabschiedet. Auch Torhüter Raphael Hester steht vor einem Wechsel zu Regionalliga-Aufsteiger Ahlen.

Aus der Start-Elf vom letzten Halterner Regionalliga-Auftritt beim Wuppertaler SV am 7. März sind dem TuS genau zwei Kicker geblieben: Abwehrmann Noah Korczowski und Angreifer Stefan Oerterer. Ziemlich viel Bilbao.

„Dass diese Gefahr besteht, war mir von Anfang klar“, sagt Timo Ostdorf. Trotz der Abgänge hält er seine Mannschaft für konkurrenzfähig. In der Oberliga Westfalen. Und im Kreispokal sowieso. „Wir haben 42 Spieler für die Oberliga und die Landesliga. Für das Halbfinale werden wir eine Mannschaft stellen, die gegen einen Bezirksligisten Favorit ist. Auch wenn der FC Marl ein sehr ambitionierter Bezirksligist ist.“

Außenseiter ist heiß

Beim Finale 2017 dabei war auch Mani Mulai, damals als Co-Trainer des FC Marl. Jetzt ist er Chef. „Ich kann mich noch gut erinnern. Damals waren wir klarer Außenseiter. Das ist diesmal nicht anders.“ Die Vorfreude beim FC Marl sei trotzdem groß: „Man merkt es den Jungs im Training an: Nach sechs Monaten ohne Pflichtspiel ist das Kribbeln bei allen da.“

Was der FC Marl besser machen will als beim 0:5 vor drei Jahren? „Ich erwarte von meiner Mannschaft, dass sie mutig nach vorn spielt. Diesmal wollen wir dem TuS einen echten Pokal-Fight liefern“, sagt Mani Mulai. Der Trainer hat einige Verletzungssorgen. Aber immerhin: Patrick Goecke, Neuzugang vom Westfalenligisten TuS 05 Sinsen, ist wieder im Training und kann im Halbfinale auflaufen.

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