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Die Stauseekampfbahn des TuS Haltern: Wie geht es hier im Sommer weiter?

Fußball-Kommentar

TuS Haltern: Die Zeichen stehen auf einen geordneten Rückzug

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Der TuS Haltern trennt sich im Sommer von Trainer Magnus Niemöller. Über die Gründe kann man nur spekulieren, über die nahe sportliche Zukunft des Regionalligisten auch. 

  • Trennung von Trainer Magnus Niemöller ist eine Zäsur für den TuS.
  • Die Konzentration auf "Bilbao-Projekt" macht Sinn.
  • Das Festhalten an der Regionalliga scheint unwahrscheinlich.  

Was, so werden sich viele Fußballfreunde fragen, reitet einen Verein, seinen Trainer nach einer exzellenten Saison abzulösen? Die Erklärung, die der Regionalligist TuS Haltern am Freitag veröffentlichte, bot dafür keine ganz schlüssige Antwort. 

Wie immer beim TuS, der zwei Weltklasse-Abwehrspieler hervorgebracht hat: Die Defensive steht. Statt zu spekulieren, halten wir daher nur kurz fest: Mit der Amtszeit von Magnus Niemöller verbindet sich für den TuS Haltern die sportlich ertragreichste Zeit der Vereinsgeschichte

Aufstieg in die Oberliga, Aufstieg in die Regionalliga und nun sogar der Klassenerhalt in Liga vier, zwei Kreispokale, Westfalenpokal-Halbfinale und zwei Erfolge beim Mitternachtscup – so schön wird‘s vorerst wohl nicht mehr werden.

Mit U23-Spielern zu Rot-Weiss Essen?

Das muss nicht gegen den sportlichen Strategiewechsel gehen, den der TuS Haltern neulich verkündet hat. Sich auf die Infrastruktur konzentrieren, auf die Stadt und Spieler aus Haltern, weniger Verpflichtungen von auswärts vornehmen und  Kosten senken, wie es das„Projekt Athletic Bilbao“ vorsieht – das macht Sinn und ist ein ehrenwerter Plan. 

Ob Magnus Niemöller das alles mitgetragen hätte, ist nicht bekannt. Fest steht: Sollte der TuS demnächst einen Teil der aktuellen Mannschaft verabschieden und den Kader mit U23- und U19-Spieler auffüllen, macht es sportlich wenig Sinn, in der nächsten Saison mit dem Bus bei Rot-Weiss Essen oder SV Rödinghausen vorzufahren. 

Für ein solches Experiment ist sicher auch Neu-Trainer Timo Ostdorf nicht zu haben. So klingt die Entwicklung beim TuS nach geordnetem Rückzug. Raus aus der luxuriösen Regionalliga und zurück zu Brot und Butter. Soll heißen: Oberliga Westfalen. Und selbst die ist unter den neuen Vorzeichen schon ambitioniert.

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