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Der TuS Haltern (im Bild Kapitän Lukas Diericks) kann auf ein weiteres Jahr in der Regionalliga hoffen.

Fußball Regionalliga

Die Freude beim TuS Haltern hält sich in Grenzen 

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Glückwünsche zum Klassenerhalt wollen sie beim TuS Haltern keine entgegen nehmen. Dabei stehen auch in der Regionalliga West die Zeichen auf Abbruch.

  • Bei einer Telefonkonferenz mit den Vertretern des Verbandsfußballausschusses stimmten 16 von 18 Vereinsvertretern für eine sofortige Beendigung der Spielzeit 
  • Als einziger Klub votierte Rot-Weiss Essen für eine Fortsetzung der Spielzeit, Borussia Mönchengladbach enthielt sich. 
  • Ob es bei einem Abbruch einen Aufsteiger in die 3. Liga geben wird, ist offen. Absteiger soll es aber keine geben. 

Die Freude beim TuS Haltern, Tabellen-15. und nur aufgrund eines mehr kassierten Tores gegenüber dem Wuppertaler SV auf dem ersten Abstiegsrang liegend, hält sich in Grenzen. „Wir hätten die Saison lieber anders beendet. Unsere Transferaktivitäten im Winter haben klar gezeigt, wo der Weg hingehen sollte“, sagt Sascha Kopschina

Der Sportliche Leiter war in der Konferenz zugeschaltet und votierte für einen Abbruch: „Jeder weiß, dass auf absehbare Zeit nicht an Fußball zu denken ist, zumindest nicht unterhalb der 3. Liga. Es sei denn, wir gehen alle über zum Bubbleball.“ 

Viele rechtliche Fragen müssen noch geklärt werden

Zwar müssten im Falle eines Abbruchs auch im Westdeutschen Fußballverband (WDFV) etliche rechtliche Fragen noch geklärt werden. Für Kopschina wie Trainer Magnus Niemöller und eben auch das Gros der Vereine scheint ein Abbruch alternativlos zu sein. Ähnliche Tendenzen gibt es im Fußballverband Westfalen, wo der Spielbetrieb von der Oberliga bis in die Kreisliga D ebenfalls vor einem Abbruch steht.

Bis 31. August sind Großveranstaltungen in Deutschland verboten. Zu denen zählen auch Spiele in den Regionalligen. So genannte Geisterspiele, das wurde bei der Telefonkonferenz seitens der Verbandsvertreter deutlich, könne es im Amateurfußball nicht geben, da es aufgrund derMasse an Spielern, Trainern und Funktionsträgern unmöglich ist, Hygienestandards – und das über Wochen – einzuhalten.

Nächste Telefonkonferenz erfolgt am 5. Mai

Der Verbandsfußballausschuss des WDFV will am 4. Mai tagen und damit einen Tag, nachdem die Politik sich äußern will, ob das Maßnahmenpaket zur Corona-Bekämpfung gelockert werden wird. Am 5. Mai steht dann die nächste Telefonschalte der Regionalliga-Vereine an. Auch dann dürfte ein Abbruch juristisch nicht wasserdicht sein.

Zur Lage im westdeutschen Amateurfußball gibt es einen Kommentar von Sportredakteur Olaf Krimpmann.

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