Frauen-Fußball: Erstes Spiel dauert keine 90 Minuten

FLAESHEIM Die neue Saison ist für die Westfaliga-Fußballerinnen von Concordia Flaesheim keine 90 Minuten alt geworden. Die Partie gegen Preußen Borghorst wurde nach rund einer halben Stunde beim Stand von 2:0 für die Flaesheimerinnen auf Wunsch der Gäste abgebrochen - allerdings nicht im Einvernehmen mit den Gastgeberinnen.

Concordia-Coach Olaf Bryjak und seine Elf wollten weiterspielen, die Preußen-Frauen nicht. Der Schock saß zu tief.

Was war passiert? Anne Müllemeyer musste die Fehler ihrer Vorderleute ausbügeln, war einen Tick zu spät dran und erwischte ihre Gegenspielerin Jana Peterseim voll. Der Ball war weg. Konsequenz: "Rot". Die Preußen-Spielerin verletzte sich bei der Aktion so schwer (Schien- und Wadenbeinbruch), dass sie im Krankenwagen abtransportiert werden musste. Rettungswagen wartet auf Notarzt

Der Rettungswagen weigerte sich allerdings die Verletzte einzusammeln, forderte zunächst einen Notarzt an. Erst nach Eintreffen des Notarztes wurde Peterseim ins Krankenhaus gebracht - und im Anschluss nach Hellersen überwiesen, wo sie noch am Sonntagabend operiert wurde. Der Preußen-Coach wollte die Partie abbrechen, Bryjak sah indes keinen Grund, das Spiel vorzeitig zu beenden. "Klar war's eine blöde Situation. Aber Borghorst war noch in voller Mannschaftsstärke", so Bryjak. Im Gegensatz zu seiner Elf.

Müllemeyer sei den berühmten Tick zu spät gekommen. "Man kann ihr nicht unterstellen, dass sie ihre Gegenspielerin verletzen wollte", so Bryjak. Sein Gegenüber Dietmar Kaiser sagte indes: "Es war eins der brutalsten Fouls, die ich bislang im Frauen-Fußball gesehen habe." Die Tatsachen-Entscheidung des Schiris stand - die der Gäste auch. Ohne Einwilligung der Flaesheimer beendeten sie die Partie noch vor dem Seitenwechsel. Zu diesem Zeitpunkt führten die Concordia-Frauen durch Tore von Theresa Suntrup und Tanja Skorzik bereits mit 2:0.

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