Fußball

Eisenbahner müssen schnell Weichen stellen

HALTERN - Der ETuS Haltern hat erst am vorletzten Spieltag den Klassenerhalt perfekt gemacht. Kommende Saison werde es nicht leichter, sagt Trainer Dirk Cholewinski.

Die Fußballer des ETuS Haltern haben in der Kreisliga A 1 RE ein Seuchenjahr erlebt. Erst am vorletzten Spieltag konnte die Mannschaft von Trainer Dirk Cholewinski den Klassenerhalt perfekt machen. Wirklich darüber freuen kann sich der Trainer momentan aber nicht. Bei den vielen Abgängen ist er damit beschäftigt, den Kader für die kommende Saison zusammenzustellen.

Klar eine gewisse Erleichterung ist spürbar", sagte Cholewinski nach dem 4:1-Sieg über den SuS Hervest Dorsten. Vor dem letzten Spieltag am kommenden Sonntag ist seiner Elf der Klassenerhalt nicht mehr zu nehmen. Nach den Niederlagen in den direkten Duellen gegen den Tabellenvorletzten GW Barkenberg und dem drittletzten SC Marl-Hamm wuchsen die Zweifel in den vergangenen Wochen. Das muss auch ETuS-Stürmer Jens Quinkenstein zugeben. "Der Trainer sagte oft, wir benötigen noch Punkte. Als Mannschaft sind wir das aber zu lasch angegangen", gesteht er ein.

"Wir haben es unnötig hinausgezögert", gibt Cholewinski zu. Er sagt aber auch, dass es gerade gegen die Abstiegskandidaten enorm schwer war. "Die sind ja auch keine Laufkundschaft. In den vergangenen Wochen haben beide regelmäßig gepunktet." Als Beispiel nennt er den SC Reken. Der spielte zuletzt zweimal Remis gegen die beiden Abstiegskandidaten, die übrigens am letzten Spieltag im direkten Duell um den Relegationsplatz 14 aufeinandertreffen. Die Rekener machten sich so ihre Hoffnungen, noch Meister zu werden, zunichte.

Dass die Eisenbahner eine derart schwierige Saison erleben mussten, lag am oftmals kleinen Kader. Immer wieder plagten Cholewinski Personalprobleme, teilweise musste er sogar selber die Schuhe schnüren. Doch in der kommenden Saison wird das Problem wohl nicht kleiner: Mit Stephan und Matthias Koch sowie Dennis Schulz wechseln gleich drei Stammspieler zum Nachbarn Concordia Flaesheim.

Jens Quinkenstein findet das schade. "Ich bin mit allen persönlich gut befreundet." Gerade die Koch-Brüder werde er vermissen. "Mit den Zweien geht viel Mentalität verloren", sagt er. Quinken-stein sieht auch die Gründe für die schwache Saison in der Mentalität der Mannschaft. "Die Trainingsbeteiligung war mangels Einstellung nicht immer gut", gibt er zu. "Deshalb fehlte in den letzten 20 Minuten eines Spiels oftmals die Kraft."

Bei unseren vielen Abgängen wird es in der kommenden Saison nicht leichter, die Klasse zu halten", gesteht Cholewinski ein, "es wird eher schwieriger." Wirkliche Neuzugänge kann er noch nicht vermelden. "Beim Trainingsstart Anfang Juli werden wir sehen, wer bei uns auf dem Platz steht." Für Stürmer Quinken-stein gehe es nun darum, sich einen anderen Weg zu überlegen, um an Punkte zu kommen. "Es geht um Spaß am Fußball, aber wir müssen uns für die kommende Saison andere Lösungen einfallen lassen", erklärt er.

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