Fussball

Halterns Gegner Hamm mag Heimspiele

Haltern - Bei der überraschend schwach gestarteten Hammer SpVg erwartet Trainer Magnus Niemöller ein besonders schweres Auswärtsspiel für seinen TuS Haltern.

Von Pascal AlbertHalternMit dem Spiel bei der Hammer SpVg wartet auf den TuS Haltern am Sonntag "eines der kompliziertesten Auswärtsspiele der Saison", wie Trainer Magnus Niemöller erklärt.

Oberliga Westfalen

Hammer SpVg - TuS Haltern

Das letzte Mal, als der TuS nach Hamm reiste, musste man nach einer 1:3-Niederlage ohne Punkte nach Hause fahren. Damals habe seine Mannschaft nie Zugriff auf das Spiel bekommen, so der Trainer. Diesmal wollen die gut gestarteten Halterner allerdings Zählbares nach Hause bringen. Dass dies erneut kein einfaches Unterfangen werden wird, wissen sowohl Magnus Niemöller als auch seine Mannschaft. Er erwarte eines der schwersten Saisonspiele gegen einen "großen Gegner". Denn er weiß: "Sie mögen Heimspiele."

In der vergangenen Saison spielten die Hammer wie auch der TuS lange um den Aufstieg mit. Am Ende trennte beide Vereine nur ein Punkt. Dass die Spielvereinigung vor der Saison für viele zu den absoluten Aufstiegsfavoriten gezählt wurde, überrascht daher kaum. Doch bisher konnten die Hammer nicht vollends überzeugen. Nach einem durchwachsenen Saisonstart stehen sie mit sieben Punkten auf einem enttäuschenden Platz 15. Dennoch ist sich Halterns Trainer sicher: Die Hammer sind eine "60-Punkte-Mannschaft". Alles andere würde ihn zum Saisonende überraschen.

Durchwachsener StartUnd auch die letzten Spiele waren sehr durchwachsen: Die letzten fünf Partien wurden immer abwechselnd verloren und gewonnen. Doch davon will sich Magnus Niemöller nicht blenden lassen. Man wolle den Gegner weder an den Ergebnissen, noch am Tabellenplatz, noch am letzten Spiel gegen die U23 des FC Schalke messen. Dort gab es eine deftige 0:5-Klatsche. Vielmehr wollen er und sein Team den Gegner an ihrer "herausragend guten" individuellen Qualität messen.

Dass die Hammer deutlich mehr können, davon ist Niemöller überzeugt. Der Gegner habe in jedem Mannschaftsteil überragende Spieler, erklärt der Trainer. In der Defensive hebt er vor allem die "sehr guten" Marius Kröner und Aldin Kljajic hervor, die hinten wenig zulassen.

Mit Ralf Schneider und Pascal Schmidt verfüge die Spielvereinigung zudem über zwei herausragende Spieler im Mittelfeld, die das Spiel lenken können und besonders stark im Umschaltverhalten sind. Darüber hinaus können die beiden auch für die nötige Stabilität im Zentrum sorgen.

Spielerisch schätzt Niemöller den kommenden Gegner besonders stark ein. Er ist sich sicher, wenn die Hammer einen Lauf haben, dann können sie ihren Gegnern "Knoten in die Beine spielen".

In der Offensive seien sie ebenfalls top besetzt. Dort sticht vor allem Stürmer Joel Grodowski heraus. Der 20-Jährige überzeugte in den Saisons 2015/16 und 2016/17 mit insgesamt 100 Toren in der Kreisliga für den PSV Bork. Danach begann für den gebürtigen Selmer das Abenteuer England.

Der Drittligist Bradford City verpflichtete das Stürmertalent. Nach einem Jahr in der englischen Arbeiterstadt und verletzungsbedingt nur einem Pflichtspiel ging es allerdings schon wieder zurück nach Deutschland, wo Grodowski letztendlich bei der Hammer SpVg landete. Mit zwei Toren ist er aktuell auch der treffsicherste Spieler seiner Mannschaft.

"Besondere Atmosphäre"Ob er sich am Sonntag mit dem letztjährigen Toptorjäger des TuS Haltern Stefan Oerter messen kann, ist allerdings noch fraglich. Sein Stürmer habe noch etwas Probleme mit dem Innenband, erklärt Trainer Niemöller. Auch bei Cedric Vennemann sei ein Einsatz noch fraglich, da ihm das Innenband Probleme bereite. Definitiv nicht dabei sein wird Luca Steinfeld.

In Hamm erwartet Niemöller ein Spiel, in dem seine Mannschaft an ihre Grenzen gehen müsse. "Es wird Phasen geben, in denen wir leiden werden." Seine Spieler werden versuchen müssen, ihre eigenen Grenzen nach oben zu schrauben. Einen "extra Kick" für seine Mannschaft wird es, so vermutet der Coach, beim Einlaufen geben. Die 24nexx Arena bietet insgesamt Platz für 8.500 Zuschauer. Und da in Hamm auch immer mit einer ordentlichen Anzahl an Gästen zu rechnen ist, erwartet Niemöller eine "besondere Atmosphäre", die seine Spieler noch einmal zusätzlich motivieren werde.

Um gegen den ballsicheren Gegner zu bestehen, gebe es mehrere Ansätze. "Wir haben uns aber noch nicht entschieden." Besonders wichtig werde aber sein, der spielerischen Qualität des Gegners das Gleiche entgegenzusetzen. Man wolle versuchen, viel Ballbesitz zu haben.

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