Fußball: Oberliga

Dem TuS Haltern bleibt nach dem Pokalaus keine Zeit zum Ärgern

Haltern - Am Mittwochabend ist der Titelverteidiger TuS Haltern im Kreispokal ausgeschieden. Viel Zeit zum Ärgern bleibt dem Team aber nicht. Am Sonntag geht es gegen die U21 aus Paderborn.

Es war ein bitterer Abend für den TuS Haltern in Reken: Mit 1:2 nach Verlängerung flog der Titelverteidiger gegen den Bezirksligisten aus dem Kreispokal. Nun geht der Blick der Halterner wieder nach vorn: Es wartet die U21 des SC Paderborn.

Oberliga

TuS Haltern - Paderborn U21

In der vergangenen Saison sprang der TuS nach einem 1:0-Erfolg in Paderborn im März zum ersten Mal in der Geschichte an die Spitze der Oberliga. Sollten die punktgleichen Schalker gegen Gievenbeck am Samstag patzen, könnte die Elf von Trainer Magnus Niemöller am Sonntag die Tabellenführung übernehmen. Doch das ist den Halternern herzlich egal: "Da hätte ich lieber zum dritten Mal den Kreispokal gewonnen, als am vierten Spieltag die Tabellenführung zu übernehmen", sagt der Sportliche Leiter Sascha Kopschina. "Wenn wir die Unkonzentriertheit nicht abstellen, dann brauchen wir uns über einen Tag an der Spitze nicht zu freuen."

Denn genau die waren es, die dem TuS den Einzug in das Kreispokal-Viertelfinale am Donnerstagabend verwehrten. "Wir haben uns selbst geschlagen", sagt Kopschina. Und auch TuS-Trainer Magnus Niemöller sagte einen Tag nach der Niederlage: "Es könnte besser sein." So ein Spiel habe er noch nie gehabt, in dem sein Team so viele Chancen herausspielte und dann als Verlierer vom Platz ging. "Wir waren im Konzentrationsvermögen in der Abschlusszone überhaupt nicht da", erklärt der Trainer. "Nach Abpfiff waren die Spieler fertig und in sich gekehrt."

Nur noch drei Spieler übrig

Zum Ärgern bleibt dem TuS aber keine Zeit: Das zweite Heimspiel der Oberligasaison steht an. "Vergleiche mit der vergangenen Saison machen keinen Sinn", erklärt Niemöller. Denn das Gesicht des Gegners hat sich verändert. "Nur noch drei Spieler sind aus dem Kader übrig geblieben", erklärt Paderborns Trainer Michél Kniat. Doch auch, wenn seiner Elf die Erfahrung fehlen würde, "ist es ein besseres Team als im Vorjahr mit noch mehr Potenzial", sagt er. Doch die Spielphilosophie ist die gleiche geblieben: "Wir spielen weiter mutig und passen uns nicht an den Gegner an", erklärt Kniat. So agiert sein Team bei Ballbesitz in einem 4-2-3-1-System, gegen den Ball dann in einem 4-3-3- oder 4-4-2-System. Durch die mutige Spielweise sind Tore vorprogrammiert: Sieben Tore haben die Paderborner in drei Spielen geschossen, neun kassiert.

Am Sonntag muss Kniat ohne Fatih Ufuk (Knieprobleme) auskommen. Beim TuS fehlt Lars Pöhlker (Windpocken), Robin Schulte (Oberschenkel) und Tim Forsmann (Nacken) sind angeschlagen. Lukas Opiola ist noch im Urlaub. "Wir brauchen ein paar frische Spieler im Kader", sagt Niemöller. Mit Paderborn erwarte er einen gedankenschnellen und handlungsschnellen Gegner.

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