Tim Forsmann vom Regionalligisten TuS Haltern steht auf der Torlinie und klärt den Ball.
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Rettung in höchster Not: Tim Forsmann klärt auf der eigenen Torlinie.

Fußball

TuS Haltern in der Lohrheide mit einem Traum-Start ins Fußballjahr 2020

  • Olaf Krimpmann
    vonOlaf Krimpmann
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Da hat sich der Umzug doch gelohnt: Im ersten "Heimspiel" im Wattenscheider Lohrheide-Stadion hat Regionalligist TuS Haltern gleich für eine dicke Überraschung gesorgt.  

Die Mannschaft von Trainer Magnus Niemöller besiegte Alemannia Aachen mit 2:1 (0:0) - nach 0:1-Rückstand.

Dass sich im Halterner Ausweichquartier am Ende in den Armen liegen würden, war lange Zeit nicht zu erwarten gewesen. Die Gäste begannen so, wie es sich für ein Regionalliga-Spitzenteam gebührt: Druckvoll. Ein einziger ernst zu nehmender Halterner Torschuss durch Arda Nebi war in den ersten 45 Minuten zu notieren.

Aachen hätte 3:0 oder 4:0 vorne liegen können

 „Wir hatten die Möglichkeiten, ein 3:0 oder 4:0 vorzulegen“, haderte Alemannia-Trainer Fuat Kilic. Die dicksten Chancen vereitelte Keeper Rafael Hester mit einem Klasse-Reflex gegen Vincent Boesen (14.), dann rettete Tim Forsmann auf der eigenen Torlinie gegen Marco Müller (33.). 

Aachens Führung, die in der 56. Minute durch einen verdeckten Flachschuss von Sebastian Bernd Schmitt erzielt wurde, war damit allemal verdient. Und doch leitete genau dieser Treffer eine Wende ein, wie sie wohl niemand erwartet hatte. Der TuS konnte nun nicht mehr nur verteidigen, er musste was tun. Und er tat. Und zwar in Person von Emre Yesilova. 

Der Winter-Zugang von Wattenscheid 09 zeigte in der 60. Minute seine ganze Routine, als er den zweiten wirklich aussichtsreichen Halterner Angriff des gesamten Spiels mit einem Schuss ins lange Ecke ebenso cool wie überlegt zu Ende brachte – 1:1.

Entscheidung durch Stefan Oerterer

Die vorher so einseitige Begegnung wurde nun flott und lebte in und an beiden Strafräumen. In der 76. Minute marschierte Stefan Oerterer über die linke Seite einfach mal im Alleingang Richtung Alemannia-Tor. Keeper Ricco Cymer konnte den Schuss zwar parieren, seine Vorderleute klärten den Ball aber derart nachlässig, dass er ein weiteres Mal Oerterer vor die Füße fiel. Im zweiten Versuch traf „Ö“ – 2:1 für Haltern. Für seinen Torjubel - der Stürmer zog sein Trikot aus - sah Oerterer die Gelbe Karte.

"Wir haben die zweite Luft bekommen“, lobte Trainer Magnus Niemöller die Mentalität seiner Mannschaft, die jetzt nicht nachließ und immer wieder Nadelstiche setzte. „Respekt, hinten heraus hat Haltern verdient gewonnen“, erkannte daher sogar Aachens Coach Kilic an.

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