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Zwangspause: Das Gastspiel des TuS Haltern beim Wuppertaler SV (hier Marvin Möllers r. im Zweikampf mit WSV-Spieler Daniel Grebe) war vorerst der letzte Auftritt des Aufsteigers.

Fußball - Update: Fr., 14:30 Uhr

Coronavirus: Westdeutscher Verband folgt dem Beispiel des TuS Haltern

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Wegen der Ausbreitung des Coronavirus ist der Westdeutsche Fußballverband dem TuS Haltern gefolgt. Die Regionalliga West pausiert - aber nicht lange.

  • TuS Haltern sagt Regionalliga-Spiel gegen RW Oberhausen ab.
  • Klub will Spielbetrieb für zwei Woche aussetzen.
  • Keine Punktspiele unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Update: 13. März, 14:22 Uhr:

Jetzt zieht auch der Verband nach. Der Westdeutsche Fußballverband (WDFV) hat aufgrund der aktuellen Gefahrenlage die kommenden Spieltage in der Regionalliga West abgesagt. Bis zum 22. März ruht der Spielbetrieb. Diese Absage betrifft also den 29. und 30. Spieltag sowie die ursprünglich für den 18. März vorgesehenen Nachholspiele. Das teilte der Verband am Freitag mit. Für die kommende Woche lädt der WDFV die Vereine der Regionalliga West ein, um gemeinsam das weitere Vorgehen zu besprechen.

Ursprüngliche Meldung: 12. März, 12:24 Uhr:

Mehr noch: Wie der Aufsteiger am Donnerstagmittag in einer Presserklärung mitteilt, will der TuS in den kommenden zwei Wochen nicht in der Regionalliga auflaufen. Die Erklärung im Wortlaut:

"Aufgrund des grassierenden Corona-Virus und der daraus resultierenden Vorsichtsmaßnahmen zur Aufrechterhaltung unseres Gesundheitssystems entscheidet sich der TuS Haltern am See zu der drastischen Konsequenz, sich der Empfehlung des DFB für die 3. Liga anzuschließen und in den kommenden zwei Wochen an keinem Punktspiel in der Regionalliga West teilzunehmen. 

Diese Entscheidung, die von allen Beteiligten der Seestädter uneingeschränkt getragen wird, ist aus Sicht des Vereins von Nöten, da es bislang keine klare und einheitliche Regelung für den organisierten Vereinssport gibt und massive Spiel- und Spielerausfälle drohen. Die Gesundheit unserer Spieler, Trainer, des Betreuerstabs, der Security, sowie des Spieltags-Personals und aller Beteiligten der gegnerischen Mannschaft haben absolute Priorität!"

Stadiontore schließen reicht nicht aus

Das bislang einzige Mittel gegen die Verbreitung des Corona-Virus ist der temporäre Verzicht auf nicht zwingende erforderliche soziale Kontakte. Die Verbreitung ist leider nicht damit gestoppt, indem wir die Stadiontore schließen und Geisterspiele austragen, wie wir es in den letzten Tagen im europäischen Fußball erlebt haben. Immer mehr Profi- und Amateurfussballer, sowie Funktionäre sind schon jetzt vom Virus betroffen. 

Durch die Quarantäne-Vorschriften müssen dann ganze Mannschaften aus dem Trainings- und Spielbetrieb genommen werden. Damit wäre ein fairer Wettbewerb und eine Beendigung der Saison nicht mehr möglich. 

Darüber hinaus sehen wir es wie viele Vereine extrem kritisch, Punktspiele unter Ausschluss der Öffentlichkeit auszutragen, bei denen wir für die Spieltagskosten in nahezu voller Höhe aufkommen müssen, ohne einen Ausgleich durch Einnahmen erzielen zu können."

 

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