Halterns Lukas Diericks im Interview

"Man soll niemals nie sagen"

Haltern - Nach der 1:2-Niederlage in Rheine haben die Halterner fünf Punkte Rückstand auf Rang zwei. 24 Stunden später konnte der TuS über den Pokalsieg jubeln.

Für Lukas Diericks (26) und den TuS Haltern lagen Jubel und Trauer in dieser Woche nah beieinander: Am Mittwoch verloren die Halterner (1:2 in Rheine) den Anschluss an die Aufstiegsränge. Am Donnerstag konnten sie den Titel im Kreispokal verteidigen. Für Diericks war es nach seinem Wechsel vom TSV Marl-Hüls zum TuS der erste Titel mit seinem neuen Verein.

Wie lange wurde am Donnerstag noch gefeiert?

Wir saßen noch relativ lange zusammen und haben uns noch ein bisschen unterhalten, auch über die Abschlussfahrt nach Mallorca. Ich war gegen 11 Uhr ungefähr zuhause.

Drückt die 1:2-Niederlage in Rheine noch sehr auf die Stimmung?

Ich glaube, dass bei vielen Spielern die Niederlage noch in den Köpfen steckt. Die Chance auf den Aufstieg war groß und wir wissen nicht, wann sie wieder kommt. Wir setzen aber alles daran, dass sie bald wieder kommt. Ich glaube, dass aber auch jede Niederlage immer für etwas gut ist. Durch den Pokalsieg war bei vielen ein Lächeln im Gesicht zu erkennen.

War es das mit dem Aufstieg?

Man soll ja niemals nie sagen, aber ich denke, wenn man realistisch guckt, bei fünf Punkten Abstand und der Konstanz der anderen Teams, wird in Sachen Aufstieg nichts mehr zu machen sein. Außer einige Teams erhalten die Lizenz für die Regionalliga nicht. Wir versuchen, in den restlichen Spielen die maximale Punktzahl zu holen.

Wie haben Sie das Spiel in Rheine erlebt?

Wir hatten am Anfang zwei gefährliche Situationen gegen uns zugelassen, dann hatten wir das Spiel im Griff und lassen gute bis sehr gute Chancen aus. Wenn wir 1:0 führen, wird das Spiel in eine andere Richtung laufen. Der Handelfmeter war strittig und fragwürdig. Vor dem 2:0 war es auch eine strittige Schiedsrichterentscheidung, für mich war es ein klares Foulspiel an Lukas Opiola, der wird einfach umgelaufen. Wir werfen dann alles nach vorne und haben die Möglichkeiten, zwei bis drei Tore zu machen. Es wurde super hektisch.

Zwei Pflichtspiele in 24 Stunden. Wie ist die Mannschaft mit dieser Situation umgegangen?

Das war für mich auch eine neue Situation. Aber auf ein Pokalfinale hat man als Spieler immer Lust. Das war auch eine Möglichkeit, das Negativerlebnis aus Rheine in den Hinterkopf zu drängen.

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