Handball

Steinkötter verlässt den HSC zum Saisonende

HALTERN - Der HSC Haltern-Sythen muss sich nach einem neuen Trainer für seine Verbandsliga-Herren umsehen. Am Dienstag teilte der Verein mit, dass Klaus Steinkötter den Verein nach zwei Jahren zum Saisonende verlassen wird.

Am Montagabend informierte Klaus Steinkötter zunächst die Mannschaft, am Dienstag rief der Sportliche Leiter Hartmut Stein dann unsere Redaktion an und teilte mit, dass für den Trainer der Verbandsliga-Herren des HSC Haltern-Sythen zum Saisonende Schluss ist.

Hauptgrund ist fehlende Zeit. "Klaus hat uns schon bei den Gesprächen im November/Dezember mitgeteilt, dass er durch einen Hauskauf sehr eingebunden ist", sagte HSC-Vorsitzender Barthold Budde am Dienstag auf Nachfrage unserer Redaktion. Und da Steinkötter "ein 150-Prozentiger" sei, der sich stets akribisch auf Training und Spiele seiner Mannschaft vorbereitet, habe er dem Vorstand seinerzeit mitgeteilt, dass er noch nichts Definitives zu seiner Zukunft sagen könne.

"Daraufhin haben wir uns natürlich schon mal Gedanken für den Fall der Fälle gemacht", erklärte Budde weiter. Hartmut Stein werde als Sportlicher Leiter die Suche nach einem geeigneten Nachfolger übernehmen und auch die Kaderplanungen vorantreiben. "Die Mannschaft", so der HSC-Vorsitzende, "bleibt ja bis auf Rico Robert, der an den Knien operiert wird, so zusammen. Einen Nachfolger für Rico haben wir schon im Blick, außerdem sollen noch zwei bis drei Verstärkungen für den Rückraum kommen."

Budde betonte, dass die Trennung von Klaus Steinkötter eine Entscheidung des Trainers gewesen sei: "Der Vorstand ist offen in die Gespräche gegangen und hätte die Zusammenarbeit gerne weitergeführt."

Der HSC-Vorsitzende geht deshalb auch davon aus, dass die anstehende Trennung "kein harter Schnitt" wird und hat auch noch Pläne mit Steinkötter: "Ich hoffe, dass wir von seiner Erfahrung und seinem Netzwerk noch in anderer Hinsicht profitieren können, etwa bei der Trainerausbildung."

Steinkötter selbst erklärte: "Für mich persönlich ist es wirklich schade. Die Jungs sind mir alle ans Herz gewachsen. Das sind durch die Bank saubere Charaktere."

Das Fazit des Trainers fällt knapp vier Monate vor Ende seiner Amtszeit positiv aus: "Die Spieler sind vor zwei Jahren zum Vorstand gegangen und haben gesagt, sie wollten einen Trainer, der sie fordert. Ich denke, das habe ich getan. Wir haben im ersten Jahr eine sehr gute Saison gespielt. Die Abgänge von Leistungsträgern wie Redemann, Engberding oder Schellhase haben wir mit jungen Leuten und modernem Handball aufgefangen."

Vor der laufenden Saison habe er dann fünf Neuzugänge einbauen müssen. "Im Sommer habe ich deshalb keinen Urlaub gemacht, sonst wäre das nicht gegangen." Danach sei er allerdings "kaputt" gewesen, und: "Das kann ich zur neuen Saison nicht leisten." Und deshalb war sein Entschluss nur konsequent.

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