50 Jahre SV Hullern

Das ganze Dorf feierte mit dem SVH Geburtstag

HULLERN - 17 nach wie vor aktive Gründungsmitglieder konnte der SV Hullern am Samstag bei der Feier zu seinem 50-jährigen Bestehen ehren. "Aktiv" war auch das Motto für das Programm, das der Verein vorbereitet hatte.

Mit einem "Spiel ohne Grenzen" fanden die Hullerner Organisatoren genau die richtige Form, um dem Charakter des SVH als Breitensportverein gerecht zu werden. Alle Hullerner Vereine erlebten dabei dank des einen oder anderen Wasserbades gemeinsam mit der Bevölkerung einen erfrischend sportlichen Tag.

Sven Kroner, der 1. Vorsitzende des Gesamtvereins, zeigte sich sehr zufrieden mit der Beteiligung von rund 150 aktiven Sportlern und freute sich auch über die vielen Gäste auf dem Platz. Er sagte: "Ich freue mich sehr, dass unser ganzes Dorf so gemeinsam feiern kann." Kroner dankte besonders der "Rentnerband", die mit dem Aufbau des Wasserbeckens für einen der Höhepunkte des Sportfests gesorgt hatte. Eingeweiht wurde das Becken schon am Donnerstag von den Grundschulmädels der Triathlongruppe.

Alle acht Abteilungen des modernen Mehrspartenvereins beteiligten sich sowohl an der Organisation, als auch aktiv auf dem Spielfeld und hatten ein strammes Programm zusammengestellt.

So blieb bei Ballontreten, Planenlauf, Torwandschießen, Tennisgolf, Fußballkegeln, Spaß-Triathlon, Federball und Biathlon kein Auge trocken und beim abschließenden Balanceakt im Wasserbecken sprangen am Ende wegen der hochsommerlichen Temperaturen die meisten Aktiven freiwillig ins kühle Nass. Um den Gesamtsieg, eine Planwagenfahrt mit 50 Litern Bier, kämpften die Züge, Offiziere und der Vorstand der Hullerner Schützen genauso leidenschaftlich wie der Spielmannszug, das Blasorchester, die B-Jugend und als Titelverteidiger auch die Alten Herren der Fußballabteilung.

Eine absolute Bereicherung im Teilnehmerfeld waren die stylishen "Turboschnecken", die als einzige reine Damencrew das Feld aufmischten. Ihre Anführerin Silke Kroner zeigte sich sehr zuversichtlich und sagte lachend: "Am Ende werden die Schnecken die Ersten sein."

Ein erster sportlicher Höhepunkt war auch der Biathlonkurs, bei dem die Aktiven zuerst über Strohballen steigen, danach durch ein enges Rohr robben, über eine Holzstange balancieren und anschließend mit hohem Puls in den Anschlag gehen mussten, um mit einem Lasergewehr möglichst eine 10 zu schießen.

Burkhard Frey von den Alten Herren meinte nach der Pause leicht erschöpft: "Trotz vollem Einsatz ist unsere Titelverteidigung und damit der zweite Stern aktuell gefährdet."

Moderiert wurde die Veranstaltung von Jochem Möller, der auch die Bilderauktion der Kindergartenkinder leitete. Sie hatten unter dem Motto "Kleine Künstler ganz groß" insgesamt 13 fantasievolle Vereinsmotive zum Thema "50 Jahre SV Hullern" auf Leinwand gemalt und Möller musste nicht lange auf Gebote warten. Der Erlös dieser Aktion kommt dem Förderverein des Kindergartens St. Andreas zugute.

Im Zelt der Leiterrunde der Gemeinde St. Andreas konnte man sich schminken lassen und die Kleinsten durften sich auf der Hüpfburg austoben.

Bejubelte CheerleaderIn der Mittagspause zeigten die Hullerner Cheerleader unter der Leitung von Jasmin Tiedemann ihr Können und wurden von den vielen Gästen bejubelt.

Bei gefühlten 30 Grad im Schatten freuten sich Teilnehmer und Besucher auf die letzte Aufgabe am Wasserbecken. Dabei galt es, über im Wasser schwimmende, an Seilen hängende Styroporblöcke möglichst schnell trockenen Fußes das andere Ende des Beckens zu erreichen. Die Mannschaften hatten exakt vier Minuten Zeit, um alle Teammitglieder möglichst oft über die Strecke zu bringen, wobei nur die "oben gebliebenen" gewertet wurden. Doch weil dieser Balanceakt eine ganz besondere Herausforderung darstellte, landeten die meisten Aktiven unter dem Jubel der Zuschauer mit einem lauten Platsch in den kühlen Fluten.

Natürlich war auch der Hullerner Schützenkönig Ludger II. Stüer mit seiner Königin Christa I. Beermann auf dem Platz dabei. Er war am Ende überzeugt: "Diese Veranstaltung schweißt die Dorfgemeinschaft noch enger zusammen."

Das fand auch der 1. Vorsitzende der Hullerner Schützen, Raimund Schumacher. Er war stolz, dass sich seine Schützen, die Offiziere und auch der Vorstand aktiv mit Mannschaften an den Spielen beteiligten und sagte: "Hier stehen wir alle zusammen. Die Dorfgemeinschaft zeigt eine geschlossene Präsenz."

Kroner bedankte sich bei allen Helfern für die tolle ehrenamtliche Unterstützung: "Ich hoffe, dass auch viele Neubürger diesen Tag als Gelegenheit zur Kontaktaufnahme nutzen konnten."

Im Festzelt auf dem Dorfplatz wurde abends nach der Jubilar- und Siegerehrung noch kräftig gefeiert. Für die entsprechende Stimmung sorgte die Partyband "Step by Step". An den Tischen wurde dabei sicher so manche Anekdote aus der 50-jährigen Vereinsgeschichte wieder lebendig.

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