Der kommende HSC-Trainer Gerard Siggemann im Interview

"Kenne Haltern als seriösen Verein"

Haltern - Gerard Siggemann übernimmt zur kommenden Saison den Trainerposten beim HSC Haltern-Sythen. Einen freien und entscheidungsorientierten Handball will der 39-Jährige dann spielen lassen. Doch vorerst will er Mannschaft und Trainer in Ruhe arbeiten lassen.

Der Abgang von Handballtrainer Klaus Steinkötter bei der Verbandsliga-Mannschaft des HSC Halter zum Saisonende stand bereits seit einigen Wochen fest, da trennten sich die Wege der beiden bereits in der Saison. Nachdem kurzfristig Gregor Spiekermann beim HSC bis zum Saisonende eingesprungen war, hat die Sportliche Führung nun mit Gerard Siggemann auch einen Nachfolger für die neue Saison gefunden. Im Interview spricht Siggemann über seine Verpflichtung und die Planungen für die kommende Spielzeit.

Wie liefen die Gespräche mit dem Vorstand der Halterner?

Das entscheidende Gespräch habe ich mit dem Vorsitzenden Barthold Budde in Bochum geführt. Wir haben uns sehr lange unterhalten, das Gespräch lief sehr gut. In Haltern kennen mich ja auch einige, für das Umfeld bin ich kein Unbekannter.

Warum haben Sie sich für den HSC Haltern-Sythen entschieden?

Ich kenne Haltern als seriösen Verein. Ich weiß, dass ich unter normalen Umständen hier in Ruhe arbeiten kann. Man spürt ja, ob Vertrauen vorhanden ist.

Konnten Sie sich schon einen Eindruck von der Mannschaft machen?

Nein, noch nicht. Im Moment ist es ganz sinnvoll, wenn man Ruhe bewahrt und zusieht, dass das Team noch ein paar Punkte in der Verbandsliga holt, damit es in Ruhe nach vorne schauen kann. Natürlich werde ich mir die Mannschaft vor Saisonende noch das ein oder andere Mal anschauen. Aktuell sollen alle Protagonisten aber erst mal in Ruhe arbeiten.

Wann werden Sie das erste Mal das Training leiten?

Ich gehe davon aus, dass ich Anfang Juni mit der Vorbereitung anfangen werde, ich will nicht zu lange Pause machen. Drei Wochen nach Saisonende möchte ich beginnen, damit ich mir konditionelle Dinge sparen kann. So wie ich gehört habe, haben wir im Juli keine Halle. Da werden wir viele Freundschaftsspiele einbauen. Im August werden wir dann weiter handballtechnisch arbeiten.

Wie wollen Sie Handball spielen lassen?

Ich möchte spielen lassen, wie es im Welthandball auch abläuft. Es wird eine Auslösehandlung gespielt und daraus intelligent weiter gespielt. Der freie entscheidungsorientierte Handball ist die einzige Art, die intelligente Spieler formt. Da weiß der Gegner nie, was kommt. Das geht aber nicht von heute auf morgen.

Wohin wollen Sie die Mannschaft entwickeln?

Das grundsätzliche Ziel ist das, dass sich jeder Spieler individuell weiterentwickelt. Dort, wo die Mannschaft dann landet, da gehört sie dann auch hin (lacht). Genaue Ziele kann man nicht ausmachen.

Haben Sie sich über den Kader in der kommenden Saison schon Gedanken machen können?

Ich gehe davon aus, dass ich die Mannschaft zur Verfügung habe, die jetzt auch auf der Platte steht. Dazu kommt dann vielleicht der ein oder andere Neuzugang. Ich arbeite mit dem Kader, der mir zur Verfügung steht.

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