Kreisliga-Derby sorgt für Freude und Frust

Nur ein gelungener Einstand

Haltern/Flaesheim - Für Flaesheims Björn Winkelbeiner und ETuS-Spieler Dominik Wergen war es das erste Pflichtspiel für ihre neuen Teams. Doch nach dem Derby am Samstag ist nur einer der Spieler zufrieden.

Mit dem 4:2-Erfolg im Kreisliga-A-Derby am Samstag hat sich SuS Concordia Flaesheim eine glänzende Ausgangsposition vor dem Duell gegen den Zweiten aus Reken erspielt. Nur noch drei Punkte liegen die Flaesheimer dahinter. Der ETuS Haltern hingegen steht nach zuletzt zwei Siegen mit leeren Händen da - sieben Punkte vor dem derzeit ersten Absteiger SuS GW Barkenberg.

"Ich bin nicht zufrieden", sagte Dominik Wergen (32), Neuzugang beim ETuS Haltern nach seinem ersten Pflichtspiel. Darüber konnte auch sein erster Treffer für die Halterner nicht hinwegtäuschen. "Tor hin oder her, wir haben keine Punkte - oder zumindest einen", sagte der Neuzugang aus Köln, der bereits für den SV Schermbeck spielte und dort mit Trainer Dirk Cholewinski zusammenarbeitete.

"Klarer Elfmeter"Vor allem in der ersten Halbzeit hätten er und seine Mitspieler schlecht gespielt. In der 69. Minute konnte er auf 1:3 verkürzen, dann fiel sein Mitspieler Jens Quinkenstein im Strafraum. "Ein klarer Elfmeter", sagt Wergen, "ich stand fünf Meter daneben." Doch der Pfiff blieb aus, die Punkte ebenso. "Klar müssen wir nach unten schauen", sagt der 32-Jährige. Doch Sorgen, dass er mit dem ETuS auf die Abstiegsränge rutschen könnte, hat er aber nicht. "Unsere Testspiele waren gut", sagt der gelernte Stürmer, der in Flaesheim jetzt auf der Sechs spielt. Am Sonntag wartet der Spitzenreiter TuS Gahlen auf die Halterner. Sollte der ETuS in dem Spiel punkten, könnte das Team von Trainer Dirk Cholewinski dem SuS Concordia Flaesheim ungewollt Schützenhilfe geben.

Denn nach den drei Derby-Punkten mischen die Flaesheimer im oberen Teil der Tabelle munter mit. Mit dabei nach der Winterpause ist auch der 22-jährige Björn Winkelbeiner. Seit rund eineinhalb Jahren stand er am Samstag nach zwei Kreuzbandrissen wieder auf dem Rasen. "Ein Traum, das erste Mal wieder vor die Kugel zu treten", sagt der Neuzugang. Im Spiel hätten sich er und sein Team das Leben selbst schwer gemacht. "Wir haben den ETuS wieder ins Spiel gebracht", sagt er, "das waren zwei doofe Gegentore." Doch verlassen konnten sich die Halterner auf Torjäger Boris Lionti, der gleich dreimal traf. "Die Treffer," so sagt Winkelbeiner, "hat er eiskalt reingemacht."

Bock auf BezirksligaMit dem TuS Haltern war er damals in die Westfalenliga aufgestiegen, ehe ihn der Kreuzbandriss stoppte. Bei Flaesheim will er nun regelmäßiger auf dem Rasen stehen. "Flaesheim ist eine Super-Adresse", sagt er. Die Gespräche mit Trainer Michael Onnebrink seien gut gelaufen. Nach dem ersten Spiel im Jahr 2018 stehen die Flaesheimer auf Rang drei, drei Punkte hinter Reken. "Ich hoffe, dass noch mehr drin ist", sagt Winkelbeiner. Am Donnerstag kommt es zum Aufeinandertreffen zwischen den Beiden. "Wir haben keinen Druck", sagt er. Den Gegner würde er allerdings gerne unter Druck setzen und ihm ein Bein stellen. "Ich bin mächtig sieggeil", sagt Flaesheims Neuzugang, "und habe Bock auf die Bezirksliga."

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