LSV-Kapitän Joemann feiert Comeback mit zwei Toren

"Ein spielerischer Leckerbissen wird es nicht werden"

LIPPRAMSDORF - Robin Joemann, Kapitän des LSV-Bezirksligateams, hat sein Comeback in der Kreisliga B gefeiert. Dass es so gut klappte, hat ihn selbst überrascht. Über seine Rückkehr auf den Platz und die Tatsache, dass er trotz der Ausfallzeit noch kein Pflichtspiel verpasst hat, spricht der 27-Jährige im Interview.

Bei den Hallenfußball-Stadtmeisterschaften am zweiten Weihnachtsfeiertag verletzte sich Lippramsdorf Robin Joemann, Kapitän der Bezirksligamannschaft, am Innenband. 80 Minuten stand er am Sonntag bei der Zweitvertretung des LSV in der Kreisliga B gegen den TuS Sythen wieder auf dem Platz - und schoss gleich zwei Tore. Über seine Rückkehr auf den Platz und die Tatsache, dass er trotz der Ausfallzeit noch kein Pflichtspiel verpasst hat, spricht der 27-Jährige im Interview.

Wie war das Gefühl, nach der Verletzung im Dezember am Sonntag auf den Platz zurückzukehren?

Es war schön, wieder auf dem Platz zu stehen. Die ganzen Laufeinheiten vorher zu absolvieren war schon sehr monoton. Jeder Fußballer will ja vor den Ball treten. Die Jungs haben immer trainiert und ich habe meine Runden gedreht.

Und dann haben Sie sich gleich zwei Toren im Derby gegen Sythen in der Kreisliga B zurückgemeldet ?

Umso besser. Aber mir ging es in erster Linie darum, 80 Minuten wieder auf den Platz zu stehen und wieder in den Rhythmus zu kommen. So ein Spiel ist etwas anderes als eine Trainingseinheit. Ich bin sicherlich noch nicht bei 100 Prozent. Aber das Spiel gibt Selbstvertrauen und lässt hoffen.

Seit den Stadtmeisterschaften sind Sie ausgefallen. Wie haben Sie sich fit gehalten?

Die ersten zwei Wochen danach habe ich gar nichts gemacht. Dann habe ich mit lockerem Lauftraining angefangen und war mit der Mannschaft beim Spinning. Das hat ganz gut funktioniert. Seit letzter Woche bin ich im Mannschaftstraining. Und da bin ich ganz froh drüber.

Hätten Sie nicht damit gerechnet, so schnell wieder zurück zu sein?

Ich hätte nicht gedacht, dass die letzte Woche so positiv verläuft und das es am Sonntag so gut klappt. Da war ich positiv überrascht.

Der LSV hat in der Bezirksliga noch kein Pflichtspiel absolviert. Für Sie persönlich ein Vorteil, oder?

Wenn man dieser Verletzung etwas Positives abgewinnen kann, dann, dass ich kein Meisterschaftsspiel verpasst habe. In den vergangenen Wochen waren einige Spieler verletzt und krank - da kamen uns die Spielausfälle in der Bezirksliga auch nicht ganz ungelegen.

Ihre Mitspieler konnten noch nicht viel auf dem Platz trainieren. Wie ist die Stimmung im Team?

Da muss ich die Jungs wirklich loben. Die Trainingsbeteiligung ist hoch. Auch wenn es viele Laufeinheiten gab. Klar höre ich auch mal ein Seufzer in der Kabine, aber die Jungs ziehen mit. Wenn es in die englischen Wochen geht, kommt uns das Training zugute.

Wie sehr hat das Team im Training improvisieren müssen, dadurch, dass die Plätze gesperrt waren?

Schon sehr. Wir waren öfter in der Soccerhalle und ein Mal in der Reithalle - da haben wir ein bisschen die Kondition trainiert und ein kleines Abschlussspiel im Sand gemacht. Sonst sind wir meist laufen gegangen.

Sehen Sie darin einen Wettbewerbsnachteil?

Das kann man schon sagen. Ich denke, dass die Vereine mit einem Kunstrasenplatz durchaus trainieren konnten. Wir haben die letzte Woche seit Langem auf dem Ascheplatz trainieren können.

Am Sonntag könnte dann das erste Pflichtspiel des Jahres steigen. Gegen Hüls (Platz zwei) wartet gleich eine schwierige Aufgabe ?

Wir sollten sehen, dass wir kompakt stehen und viel über den Einsatz kommen. Ein spielerischer Leckerbissen wird es, denke ich, nicht werden. Wir müssen gucken, dass wir wieder in den Rhythmus kommen. Es fängt ja schon beim Passspiel an.

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