Radsport

Über 100 Teilnehmer radeln in das Weihnachtsfest

Haltern - Am 23. Dezember trafen sich über 100 Fahrradfahrer zum lockeren Christmasride in Haltern. Auch Weltcupfahrer Markus Schulte-Lünzum war dabei - verdrückte sich aber in den Windschatten.

Halterns bekanntester Mountainbike-Fahrer Markus Schulte-Lünzum (Foto) rief - und mehr als 100 Teilnehmer folgten: Der jährliche Christmasride in und um Haltern am 23. Dezember war auch in diesem Jahr gut besucht.

"Ich bin schon etwas überrascht", sagte Schulte-Lünzum, "aber vor allem stolz. Das war eine super Einstimmung auf Weihnachten." Auch der Weltcupfahrer des Focus XC-Teams schwang sich auf sein Fahrrad, obwohl er sich mit einer Erkältung rumplagte. "Aber als Sportler muss man ja nicht immer vernünftig sein", erklärte er, "ich hab mich dann im Windschatten versteckt." Dafür ist der Heilungsverlauf nach seiner Schulterverletzung positiv. "Seit der Operation verläuft alles top", erklärte der 26-Jährige. So würde nach der längeren Pause - Schulte-Lünzum zog sich nach einem Sprung Ende Oktober einen Bruch des Schlüsselbeins zu - schon wieder der Muskelaufbau im Vordergrund stehen. Mitte Dezember nahm er am Trainingslager der Nationalmannschaft auf Mallorca teil. "Da sah es noch etwas grobmotorisch aus", erklärte er.

"Alles aufgegessen"Dafür lief am 23. Dezember in Haltern alles nach Plan. 120 Stücke Kuchen und eine Menge an Schokolade und Lebkuchen brachte er zu Ludger Zens nach Schermbeck. Hier legte die Gruppe eine Pause zur Stärkung ein. "Das wurde auch alles aufgegessen", sagte Schulte-Lünzum.

106 Kilometer bewältigte die Gruppe an Fahrern - die von Fahrzeugen zur Absicherung und zur technischen Hilfe begleitet wurde - in 3:35 Minuten. Von Stürzen blieben die Fahrer verschont, von Plattfüßen allerdings nicht. Doch meist waren diese schnell behoben und die Teilnehmer konnten durch eine Abkürzung wieder aufschließen. "Ein Fahrer hatte sogar drei Mal einen Platten", erzählte Schulte-Lünzum, "doch zur Kuchenpause war er pünktlich in Schermbeck."

Doch die Fahrer kamen nicht nur zum Fahrradfahren und Kuchenessen, kurz vor Weihnachten füllten sie auch die aufgestellte Spendendose. Über 400 Euro kamen bereits am 23. Dezember zusammen, Werner Schulte-Lünzum vom Autohaus Borgmann stockte den Betrag auf 750 Euro auf. Das Geld kommt der nicht profitorientierten Organisation World Bicycle Relief zugute -und ist bereits überwiesen.

"In Gegenden, in denen Laufen die einzige Transportmöglichkeit darstellt, ermöglicht ein einfaches Fahrrad den direkten Zugang zu lebenswichtiger Versorgung", heißt es auf der Homepage der Organisation. Laut dem Internetauftritt finanziert eine Spende von 134 Euro ein Rad, dass plus des Fahrergewichtes 100 Kilogramm an Transportkapazität erlaubt.

Wegen des großen Erfolges soll es auch 2018 wieder einen Christmasride geben. "Jetzt muss ich nur noch überlegen, ob am 23. oder am 24. Dezember", sagte Schulte-Lünzum.

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