Sythener Leichtathletin

Die Deutsche Meisterschaft war für Fricke "eine spannende Erfahrung"

Sythen - In Rostock startete sie zum ersten Mal bei einer Deutschen Meisterschaft. Eine spannende Erfahrung, auch wenn das Rennen dann nicht so lief, wie sie es sich vorgestellt hatte.

Am Donnerstag ging es für Rahel Fricke (Jahrgang 2001/TuS Sythen) zu Verwandten nach Hamburg, von da aus fuhr sie dann am Freitag weiter nach Rostock zur U18-DM. "Das war bis jetzt die weiteste Reise für mich", sagte sie. Neben ihrem Lauf über die 800 Meter blieb auch noch genug Zeit, sich die Stadt anzugucken.

Mittags wurde es dann aber ernst für die Sythenerin: Sie startete im ersten Vorlauf über die 800 Meter. Im Callroom sei die Aufregung am größten gewesen, sagt sie. "Dort saßen alle Sportler zusammen, aber keiner hat geredet", sagt sie. So habe sie viel Zeit zum Nachdenken gehabt. Gedanken wie ?Habe ich genug trainiert?', ?Habe ich mich gut aufgewärmt?' und ?Wo ordne ich mich nach den ersten 100 Metern ein?' gingen ihr durch den Kopf. "Ich habe versucht, mir das Rennen vorzustellen, wie es ablaufen könnte", erklärt sie. "Ich dachte mir, dass ich nicht vorneweg laufen konnte."

Auf der Bahn dann habe sich die Aufregung gelegt. Und dann ging es endlich los. In der ersten Runde reihte sich Fricke in die Reihe der Läuferinnen ein, blieb mit 1:13 Minuten aber knapp sieben Sekunden über ihrer angepeilten Zeit. In der zweiten Runde dann sprintete das Feld los. "Da konnte ich den Anschluss nicht halten", sagt sie. "Das war einfach nicht so meine Taktik."

Urlaub in KanadaAm Ende reichte es dann auch nicht mehr, die fehlenden Sekunden aus der ersten Runde aufzuholen. Mit einer Zeit von 2:24,19 Minuten lief sie über die Ziellinie und lief auf Platz acht. Zum Vergleich: In Erkenschwick Anfang Juni war Fricke mit 2:18,15 mehr als sechs Sekunden schneller. "Beim nächsten Start bei so einem großen Rennen werde ich mir eine andere Taktik überlegen", sagt sie.

So hofft sie auf einen erneuten Start bei der Deutschen Meisterschaft in der Halle. Für die NRW-Meisterschaft und die Westfalenmeisterschaft hat sie die Qualifikation in der Tasche. "Ich würde mich freuen, wenn ich noch einmal bei einer Deutschen Meisterschaft laufen dürfte", sagt sie. Einfacher wird es jedoch nicht, denn nun startet sie in der U20-Konkurrenz.

Doch bis dahin ist noch Zeit: Jetzt geht es in den Urlaub nach Kanada. Auch wenn die Laufschuhe eingepackt werden, "mache ich erst mal ein bisschen Pause", sagt Fricke.

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