Tanzen

Die Suche nach einer neuen TSC-Heimat geht weiter

Haltern - Der TSC Haltern ist weiter auf der Suche nach einer neuen Heimat. Dabei hatte der Verein bereits eine Lösung gefunden - doch die Politik machte dem TSC einen Strich durch die Rechnung.

Der Tanzsportclub Haltern ist weiter auf der Suche nach einer neuen sportlichen Heimat. Mit seinen 320 Mitgliedern kommt der TSC Haltern auf "ungefähr 60 Trainingsstunden im Monat", erklärt Horst Westermann, stellvertretender Vorsitzender des Vereins. Doch das Pro-blem des Vereins besteht weiterhin: Die Kurse müssen auf die Seestadthalle, die Sporthalle an der Drususstraße, die Silberbergschule und die Christa-Hartmann-Halle aufgeteilt werden. Und "das tut der Gemeinschaft nicht gut", sagt Westermann. Dabei hatte der Verein bereits ein geeignetes Objekt im Blick, hatte alles mit der Stadt abgestimmt und bereits die Gutachten eingeholt - doch die Politik ließ ihn hängen.

Über die Volksbank Haltern beantragte der Verein im November 2016 einen Zuschuss für den Erwerb eines Objektes aus dem Sportförderprogramm, das über die NRW-Bank gestellt wird. Das Pro-blem: Durch die Landtagswahl Mitte Mai 2017 war das Gremium, das aus Mitarbeitern des Sportbundes und Landtagsabgeordneten besteht, nicht besetzt. Eine Entscheidung wäre somit erst Ende 2017 gefallen. "Und wir wussten nicht, wie die ausfallen würde", erklärt Westermann. Damit löste sich das Vorhaben bereits im vergangenen Jahr "in Luft auf", sagt er. Der TSC zog die Reißleine, vor allem "weil wir durch die Kosten den täglichen Trainingsbetrieb nicht gefährden wollten", erklärt der stellvertretende Vorsitzende.

Dabei hatte der TSC bereits ein passendes Gebäude gefunden: Eine Fabrikhalle am Münsterknapp. Doch der Umbau "wäre mit einem großen Aufwand verbunden gewesen", erklärt Westermann. Da das Dach mit sechs Stützen gestützt wird - und der TSC eine stützenfreie Fläche benötigt - hätte die gesamte Statik verändert werden müssen. Ohne Fremdkapital wäre das nicht möglich gewesen.

"Bin optimistisch"Somit geht die Suche des Vereins weiter: "Wir suchen weiter ein Grundstück oder eine anzumietende Halle, die 400 bis 500 Quadratmeter groß ist und stützenfrei ist", sagt Westermann. Zusätzlich unterliege die Halle weiteren Auflagen und dürfe wegen der Geräuschentwicklung und dem Publikumsverkehr nicht in einem Wohngebiet liegen.

Doch Westermann gibt die Hoffnung noch lange nicht auf: "Ich bin optimistisch, den Mitgliedern bei der Versammlung am 9. März eine Lösung präsentieren zu können", sagt er. Diese sei dann über Eigenkapital verfügbar. Die Mitglieder müssen sich also weiter gedulden, für Neumitglieder führt der Verein eine Warteliste, "vor allem in der Jugend und im Jazz-Tanz-Bereich", erklärt Westermann, "die Stadt kann nicht mehr Zeiten zur Verfügung stellen und auch die Gruppengrößen stoßen an ihre Grenzen."

Bis auf Weiteres kann der Verein kostenfrei im Spiegelsaal der Seestadthalle trainieren, in der rund Dreiviertel der Kurse stattfinden. Der Raum konnte bis jetzt noch nicht verkauft werden.

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