Lennart Zynga (M.) setzte sich in Münster durch und gewann das Tennisturnier. Hier, zusammen mit den Ballkindern, präsentiert der aus Haltern stammende Spieler sein Preisgeld. 1200 Euro gewann der 25-Jährige.
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Lennart Zynga (M.) setzte sich in Münster durch und gewann das Tennisturnier. Hier, zusammen mit den Ballkindern, präsentiert der aus Haltern stammende Spieler sein Preisgeld. 1200 Euro gewann der 25-Jährige.

Tennis

Erfolgreiche Sommersaison für Lennart Zynga

HALTERN - Der aus Haltern stammende Lennart Zynga (DTB-Rangliste Position 51), hat in den vergangenen Wochen drei Turniersiege hintereinander bei nationalen Preisgeldturnieren erspielt. Dabei gewann er 14 Einzelmatches in Serie. „Am Ende ist alles gut“, sagte Zynga.

Wenn Lennart Zynga dabei auf die Sommersaison zurückblickt, dann war das Glück zunächst nicht immer auf seiner Seite. Der ehemalige Tennisprofi und heutige Tennistrainer und -spieler des TC Blau-Weiß Halle trat während des ATP-Turniers Gerry-Weber-Open im Juni als „Sparringspartner“ der deutschen Weltklasse-Spielerin Angelique Kerber zu einer Trainingseinheit an und verletzte sich am Knie (Innenbandeinriss). Sein Regionalliga-Team musste im Saisonendspurt ohne ihn auskommen.

Revanche für Zynga

Erst am letzten Spieltag konnte der 25-Jährige sein Comeback im Bundesligateam feiern. Anschließend plante Zynga ab Mitte August bis Ende September einige Turniere ein, um wieder Spielpraxis zu sammeln, wichtige Punkte für die deutsche Rangliste zu holen und sich dabei auch Preisgelder zu verdienen.

Das erste Ranglistenturnier in Leipzig war gut besetzt und hoch dotiert. Der Halterner Ex-Profi überraschte sich selbst: „Nach der langen Match- und Turnierpause hätte ich nicht gedacht, dass ich gleich viermal gewinne und das Finale erreiche“. Gegen den starken Zweitligaspieler Dominik Bartels (DTB 61) reichte am Ende die Kraft nicht mehr, um auch hier zu gewinnen.

Bei den Harzer-Open kam die Gelegenheit zu einer Revanche schneller als erwartet. Nach drei gewonnenen Matches standen sich Zynga und Bartels im Halbfinale gegenüber. Dieses Mal jedoch konnte der 1,96 Meter große Zynga gewinnen.

Das Finale gegen den ehemaligen Dorstener Kim Möllers (DTB 46/ Club an der Alster) wurde zu einem intensiven, hochklassigen Match über drei Sätze – mit dem besseren Ende für Lennart Zynga, der mit 6:4/4:6/6:2 gegen den Zweitligaspieler gewinnen konnte. „Wernigerode ist mein Lieblingsturnier. Hier im dritten Anlauf endlich zu gewinnen, bedeutet mir sehr viel“, sagte Zynga.

In Münster-Handorf konnte sich Möllers revanchieren. Zunächst jedoch mussten die beiden Kontrahenten in vier Spielen gewinnen, um das Finale zu erreichen. Möllers hatte die ersten beiden Runden glatt in zwei Zwei-Sätzen gewonnen.

Im Viertel- und auch im Halbfinale musste er jedoch über die volle Distanz gehen, konnte sich aber knapp behaupten. Zynga gewann alle vier Spiele glatt. Im Finale traf er dann auf Möllers: „Viele Zuschauer haben wie ich auch gedacht, dass Kim viel Kraft in den Runden zuvor gelassen hätte, aber zunächst war davon nichts zu spüren – er hat mich voll überrascht.“ Dieser Eindruck kam auch im Spiel rüber, denn Zynga gelang zunächst wenig, viele leichte Fehler prägten den Spielverlauf.

Möllers konnte viele der hart geschlagenen Grundlinienbälle von Zynga abwehren und den Schwung mitnehmen. Nachdem Zynga den ersten hart umkämpften Satz im Tiebreak für sich entscheiden konnte, war bei Möllers spürbar die Luft raus – ein schnelles 3:0 war die Folge, der Widerstand war gebrochen. Lennart Zynga durfte sich als Sieger feiern lassen und der unterlegene Finalist erhielt auch seinen verdienten Beifall.

Zum Abschluss der Sommer-Saison stand für Lennart Zynga das Heim-Turnier seines TC Blau-Weiß Halle an. Für die Tennis-Fans in Halle war der an Position eins gesetzte Lokalmatador der große Favorit. „Das macht die Spiele nicht leichter, wenn alle sagen, das gewinnst du sowieso“, sagte Zynga.

Furios gestartet

Bis zum Finale lief auch alles wie erhofft, alle vier Spiele wurden vom Turnierfavoriten klar in zwei Sätzen gewonnen. In das Finale gegen den Zweitliga-Spieler Laurentiu Erlic (Tennispark Versmold), der an Position drei gesetzt war, startete Zynga furios und sicherte sich den ersten Satz mit 6:1. Im zweiten Satz schlichen sich jedoch einige leichte Fehler ein und nach einem Break ging der Satz mit 6:3 an Erlic. Im dritten Satz sahen die zahlreichen Zuschauer wieder einen souveränen Zynga, der sich den dritten Satz mit 6:1 sicherte. Damit hatte der Lokalmatador in seinem „Heimspiel“ bei den „Ritzenhoff-Open“ insgesamt zum dritten Mal den Turniersieg eingefahren. Auch die Bilanz des 25-Jährigen liest sich gut: drei Turniersiege in Folge mit 14 siegreichen Matches.

„Am Ende ist alles gut“, sagte er nach der Sommersaison und schaute nach vorne: „Mal sehen, was die Winter-Saison bringt.“ Bis zum Jahresende sind drei bis vier Turniere sowie die Meisterschaftsspiele mit Halle geplant. In der Westfalenliga ist Zynga mit seinem Team der Titelverteidiger.

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