Volleyball

"Würde ich gerne toppen"

HALTERN - Trainer Mirco Dittmar ist mit seiner ersten Saison beim ATV Haltern zufrieden. Auch wenn seine Spielerinnen noch nicht alles so umsetzten, wie vorgestellt.

Seit Sommer trainiert Mirco Dittmar (41) die Verbandsliga-Volleyballerinnen des ATV Haltern. Am Sonntag endete seine erste Saison zwar mit einer Niederlage, doch sein Gesamtfazit fällt positiv aus. So musste das Team nicht so lange um den Klassenerhalt zittern, wie im Jahr zuvor.

Wie fällt Ihr Fazit der Saison aus?

Durchweg positiv. Die Mannschaft hat eine sehr gute Entwicklung vollzogen und sich vom Niveau weiterentwickelt. Im Spiel ist noch nicht alles drin, was ich mir vorgenommen habe, aber schon sehr viel Gutes. Tabellarisch ist das Ergebnis vom Vorjahr eingestellt und wir haben einen Spieltag früher den Klassenerhalt geschafft. Allerdings ist es eine absolut verrückte Liga. Die Liga ist sehr ausgeglichen. Daher ist eine beachtliche Leistung, den Klassenerhalt, ohne die Relegation, geschafft zu haben.

Konnten Sie ihre Philosophie durchbringen?

Das Spiel war vorher sehr langsam und ein bisschen statisch. Es wurde wenig schnell über die Mitte gespielt. Das haben wir geändert und sehr gut hinbekommen. In den Momenten, in denen es schlecht läuft, tendieren wir allerdings noch zu dem Alten. Wir sind so bei 70 bis 75 Prozent, von dem, was ich mir vorgenommen habe.

Im Januar hat das Team kein Spiel verloren?

Der Monat war sehr gut. Wir sind extrem gut gestartet mit dem Sieg in Höntrop und haben gegen die direkten Absteiger gut nachgelegt. Der Januar war der Grundstein zum Klassenerhalt.

Wo sehen Sie noch Verbesserungspotenzial?

In allen Bereichen ist noch etwas drin. Wir waren sehr taktisch und technisch unterwegs. Im athletischen Bereich habe ich nicht viel gemacht, da sind die Mädels selbstständig aufgestellt. Den Sommer werden wir im Blockabwehrbereich arbeiten. Ich bin ein großer Freund des Antizipierens. Das müssen sie einfach lernen. Ich muss mich noch drauf einstellen, dass ich jetzt Spielerinnen habe und keine Spieler. Jetzt haben wir neun Spiele gewonnen, das würde ich gerne im nächsten Jahr toppen.

Das Training startet offiziell im Mai. Was passiert in der Zwischenzeit?

Über Ostern pausieren wir. Ab dem 10. April möchte ich mit den Spielerinnen, die wollen, im individuellen Bereich arbeiten. Dann geht es offiziell am 3. Mai los. Mitte September geht dann die Saison in der Verbandsliga wieder los.

Sie stehen dann aber noch an der Seitenlinie?

Ja, ich habe im vergangenen Jahr gesagt, dass es für mich blöd ist, nach ein bis zwei Jahren aufzuhören. Ich habe dieses Jahr als Kennenlernjahr ausgemacht. Der Prozess ist abgeschlossen. Ich mache auf jeden Fall weiter.

Werden Spielerinnen das Team verlassen?

Ich habe 16 Spielerinnen eingesetzt. Der Stamm sind so zehn bis elf Spielerinnen. Von denen hört bis jetzt nut Silke Küpper aus persönlichen Gründen aus. Ich bin positiv gestimmt, dass wir den Großteil des Kaders zusammenhalten können.

Gibt es Neuzugänge?

Das weiß ich noch nicht. Ich mag es nicht, während der Saison bei anderen Vereinen rumzuwildern. Neuzugänge kommen meist über die Spielerinnen. Die beste Spielerin kann allerdings nur dann erfolgreich sein, wenn sie innerhalb des Teams menschlich ankommt. Wir müssen uns aber ein bisschen breiter aufstellen.

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