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Recklinghausens bester Torschütze in Aktion: Yannis Grasediek nimmt aus dem Rückraum Maß.

Handball

PSV atmet auf: Erfolg im Kellerduell

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BOCHUM - Die PSV Recklinghausen kann den ersten Haken setzen. Mit einem 27:24 (13:12) bei Teutonia Riemke gewann der Verbandsligist das erste von drei Kellerduellen in Serie.

Für Recklinghäuser Verhältnisse herrschten nach der Schlusssirene in der Sporthalle der Heinrich-Böll-Gesamtschule beinahe euphorische Zustände auf dem Feld und der Tribüne. Auch wenn Trainer Michael Brannekämper tief durchpustete und befand: „Das war das erwartet schwere Spiel“, war die Sache am Ende klarer, als es das Ergebnis aussagt. Riemke kam in den letzten Minuten noch einmal heran, nachdem die Bochumer offen deckten und die PSV überfordert wirkte. Am Ausgang des Spiels änderte das aber nichts mehr. Zum Recklinghäuser Glück hatte die Mannschaft in den 57 Minuten zuvor nicht überfordert gewirkt, im Gegenteil. „Riemke hat anfangs den Ball gut laufen lassen, wir mussten viel mit den Beinen arbeiten“, sagte Brannekämper. Allerdings waren die Mühen in der Abwehr von Erfolg gekrönt: „Damit haben wir den Grundstein gelegt für das eine oder andere freie Tor.“ Gegen die ebenfalls gut aufgestellte Riemker Defensive tat sich Recklinghausen aus dem gebundenen Spiel oft schwer. Daher waren Gegenstöße ein probates Mittel, um frühzeitig in Führung zu gehen (4:5; 11.). Bemerkenswert: Obwohl die PSV verhältnismäßig früh in Unterzahl geriet, in den ersten 30 Minuten gleich drei Zeitstrafen erhielt, während Riemke stets in voller Besetzung auf dem Feld stand, hielt Recklinghausen die knappe Führung, baute sie bis zur 18. Minute auf 5:8 aus. Noch hatte Riemke die Mittel, um den Anschluss wiederherzustellen, vor allem die linke Angriffsseite und Kreisläufer Jan Segatz stellten Recklinghausen vor Probleme. Konsequenz: Die PSV hatte zwar immer die Nase leicht vorne, aber musste weiter am eigenen Kreis hart arbeiten, ehe sie die Vorentscheidung erzwingen konnte. In der 48. Minute war es Yannis Grasediek, der mit einem Stemmwurf die erste Drei-Tore-Führung seit Ewigkeiten erzielte (19:22; 48.). Diesen Vorsprung gaben die Gäste nicht mehr aus den Händen, zumal die Unparteiischen nun auch das bisweilen harte Einsteigen der Riemker konsequenter ahndeten. Als Nico Strotmann in Überzahl die Lücke am Riemker Kreis erkannte, zur rechten Zeit einlief und mit seinem zweiten Treffer das 20:24 erzielte (56.), war das Spiel im Prinzip durch, zumal die PSV-Abwehr weiter stand wie eine Eins und etliche Bälle blockte. „Über das gesamte Spiel lagen wir fast immer vorne, daher ist unser Sieg verdient“, befand Michael Brannekämper, während sein Trainerkollege Christian Pieper den imaginären Hut zog vor dem Team: „Was wir heute hier hinten angerührt haben, war einfach nur super.“

PSV RE: Papaioannou, Beermann; Lange (1), Fricke, Kleine (5), Grasediek (6), Sodys (4/1), S. Berg (3), Weber (4), Pamp (n.e.), Hülsmann, P. Berg (2), Strotmann (2)

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