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Philipp Jacob war nach seinem Rauswurf in Westerholt heiß umworben – einen neuen Verein hat er nicht. Jacob pausiert, er will sich um die Familie kümmern.

Handball

Von der Bank geht's in die Babypause

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RECKLINGHAUSEN/WESTERHOLT - Es wurde an dieser Stelle schon häufig thematisiert: Das Angebot an Spielern, die in der Landes- oder sogar Verbandsliga spielen können, ist in der Region überschaubar. Wenn dann ein etablierter Akteur vom Schlage eines Philipp Jacob „auf dem Markt“ ist, steht das Telefon nicht still.

Nach seiner Entbindung vom Traineramt beim Landesligisten SV Westerholt vor gut zwei Wochen hatte Jacob etliche Angebote vorliegen – von der Kreis- bis in die Verbandsliga. Verbandsligist PSV Recklinghausen wäre eine ernsthafte Option gewesen, wie Jacob einräumt – aber nur als Spieler, nicht als Trainer.

Entschieden hat sich der 34-Jährige, erst einmal nichts zu tun. „Ich werde im Februar zum zweiten Mal Vater. Ich werde mich daher verstärkt um die Familie kümmern“, so das Westerholter Eigengewächs. Weitere Nachfragen – per Telefon, Mail oder WhattsApp-Nachricht – seien damit zwecklos, wie er versichert.

Hier und da hätten sie gerne nachverpflichtet. Wie bei der ETG Recklinghausen, die schon traditionell mit einem schmalen Kader in die Saison gegangen ist. Hier musste im Kreispokalspiel bei Westfalia Welper schon Torhüter Michael Rietdorf im Feld ran.

Auch die ETG wird mit dem bekannten Kader die weitere Saison bestreiten. Wobei Spielertrainer Steffen Lüning noch für ein, zwei Wochen mit einer Schulterverletzung ausfallen wird und gerade behandelt wird – was ausgerechnet vor dem Derby an diesem Sonntag gegen Westerholt schwerwiegen dürfte.

Beim SVW konnte man zwar in den Herbstferien durchtrainieren. An der personellen Situation des sieg- und punktlosen Landesliga-Schlusslichts hat sich aber nichts verändert. Der Sportliche Leiter Ralf Anischewski, der nun auch das Traineramt innehat, ahnt, dass der Verein gezwungen ist, etwas zu tun: „Wir halten die Augen auf, Netzwerk und Kontakte sind da. Aber kurzfristig wird sich wohl nichts ergeben.“

Beim Westerholter Liga-Rivalen HTV 95/28 herrscht dafür die große Ruhe. „Außer, dass wir in den Ferien nichts getan haben, kann ich nichts berichten“, so Trainer Andreas Gutzeit. Erst am Dienstagabend nahm der Aufsteiger den Trainingsbetrieb in der Overberghalle wieder auf, die war in der vergangenen Woche wegen Grundreinigung dicht gewesen. Gutzeit nahm’s, wie es kam: „Jetzt, wenn es nach der Pause wieder losgeht, haben alle hoffentlich wieder Bock auf Handball.“

Beim Verbandsligisten PSV Recklinghausen hätten sie Philipp Jacob gerne verpflichtet. In der Halle Nord schätzt man die strategischen Fähigkeiten des 34-Jährigen, selbst wenn der in dieser Saison nicht mehr gespielt hatte. „Wenn er seiner Familie daheim auf den Wecker geht, weiß er ja, wo er willkommen ist“, so Trainer Christian Pieper. Ansonsten gilt: Auch die PSV baut weiter auf das bewährte Personal.

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