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Energische PSV: Philipp Berg setzt sich am Gevelsberger Kreis in Szene.

Handball

PSV hält die Klasse - aber der Preis ist hoch

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RECKLINGHAUSEN - Die PSV Recklinghausen hat den Klassenerhalt aus eigener Kraft geschafft. Nach dem 28:26 (13:11) über die HSG Gevelsberg-Silschede war die Freude aber getrübt.

"Der Deckel ist drauf“, atmet Trainer Christian Pieper durch. Zwar hatte auch die Konkurrenz mitgespielt und Haltern-Sythen in Plettenberg/Werdohl gewonnen, sodass der Recklinghäuser Erfolg nicht unbedingt vonnöten war. Das am Saisonende scheidende Trainerduo Pieper/Michael Brannekämper nimmt den Erfolg aber mit einigem Stolz hin: „Wir haben’s aus eigener Kraft geschafft. Wir stehen nun im Mittelfeld, am unteren Ende zwar. Aber wenn man bedenkt, dass wir vor der Saison gar nicht wussten, wo wir stehen, ist das eine starke Leistung.“ Die zeigte die PSV auch gegen Gevelsberg. Die Partie begann wie gemalt: Die Gäste setzten drei(!) Bälle ans Holz, Recklinghausen traf – 3:0 (5.). „Wichtig war, dass wir uns diesmal in der Phase keine technischen Fehler geleistet haben“, sagt Christian Pieper. „Und wichtig war, dass wir wieder eine gute Mannschaftsleistung gezeigt haben.“ Gegen die körperlich überlegenen Gevelsberger war es etwa Kreisläufer Philipp Berg, der sich immer wieder in Szene setzen konnte. Als letzte Instanz machte auch Stamatis Papaioannou ein starkes Spiel, der sorgte dafür, dass die PSV die Begegnung in der Regel in Führung liegend bestritt. Nach knapp 45 Minuten der Schock: Der Keeper geht bei einem Schritt zurück zu Boden, der Verdacht: Achillessehnenriss. Für den Torhüter ging die Saison damit schmerzhaft zu Ende. Christian Pieper: „Was für ein bitteres Aus! Stami wollte in der nächsten Saison eh’ nur noch aushelfen, wenn Not am Mann ist. Solch einen Abschied wünscht man niemanden.“ Aber auch Jonas Beermann zwischen den Pfosten zeigte im Anschluss die gewohnt solide Leistung, sodass Recklinghausen nicht ins Trudeln kam, die knappe Führung lange hielt. Auch das 25:25 (56.), mit dem das Spiel zu kippen drohte, steckte die PSV weg. Pieper: „Da hat man gesehen, welche Entwicklung die Mannschaft genommen hat. Vor Monaten wären wir vielleicht noch hektisch geworden, diesmal haben wir’s souverän gelöst.“ Der zehnfache Torschütze Pierre Weber machte mit seinen Treffern zum 27:25 den Sieg und damit auch den Klassenerhalt endgültig klar.

PSV Recklinghausen: Papaionannou, Beermann; Fricke, Lange, S., Berg (2), Kleine (3), Grasediek (6), Sodys, Weber (10/4), P. Berg (3), Hülsmann, Strotmann (1)

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