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Hattingens Jonas Kilfitt stoppt Jan Georg Schröder mit einem rustikalen Griff von hinten.

Handball - Kreispokal

SV Westerholt steht im Pokalfinale

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WESTERHOLT - Der SV Westerholt steht im Finale des Kreispokals. Der Landesligist, in der Liga schwer unter Druck, setzte sich überraschend mit 33:29 (17:12) über den Verbandsligisten TuS Hattingen durch. Überragender Spieler aufseiten der Gastgeber war Pascal Feldmann.

Der Schlussmann parierte 20 Bälle, alleine zwölf davon in den ersten 30 Minuten, etliche davon „frei durch“. „Der Torhüter gehört zum Spiel“, meinte Trainer Ralf Anischewski lapidar. „Mal lässt er dich im Stich, mal rettet er dich. Heute hat Pascal uns gerettet.“

Da auf der anderen Seite die Westerholter Feldspieler gegen eine teils recht indisponierte Hattinger Hintermannschaft hochprozentig trafen, konnten sie sich frühzeitig einen beruhigenden Vorsprung erspielen. Zur Halbzeit lag der SVW verdient mit 17:12 vorne.

Nach Wiederanpfiff wehrten sich die Gastgeber, sie waren aber nicht mehr zielstrebig genug. „Da machte sich dann unsere kleine Besetzung bemerkbar“, sagte Anischewski. „Es fehlten die Körner.“ Neben etlichen nicht gut vorbereiteten Abschlüssen gab es nun auch gegen die Hattinger 5:1-Deckung viele Abspielfehler, die den Gästen in die Karten spielten. In der 45. Minute war die Begegnung mit dem Stand von 21:21 wieder offen, dann zog Hattingen auf zwei Tore davon.

Es dauerte bis zur 52., 53. Minute, ehe der SVW zurück ins Spiel fand. Und das war die eigentlich bemerkenswerte Leistung: Die Mannschaft, die am Samstag das wichtige Kellerduell gegen den HTV 95/28 vor der Brust hat, steckte nie auf und schonte sich nicht. Nach dem Ausgleichstreffer zum 27:27 (55.) war es wieder ein offenes Spiel, in dem die Gastgeber das bessere Rezept bei der Hand hatten, respektive den entscheidenden Einzelspieler.

Mit drei Toren in Folge, alle resultierend aus Eins-gegen-Eins-Situationen, warf Mats Stotten in der Schlussphase den entscheidenden 31:28-Vorsprung heraus. Müßig zu erwähnen, dass in dieser Phase auch Pascal Feldmann wieder auf dem Posten war, nachdem der Westerholter Schlussmann zwischenzeitlich nur wenige Bälle an die Finger bekommen hatte.

SV Westerholt: Krix, Feldmann; Schröder (5), Kolev (8/2), Stotten (9), Mühlnickel (3), Murawski (1), Boss (3), Bracklow (2), F. Mix, Schlottke (2), A. Mix.

Westerholts Finalgegner wird am Donnerstag in der Begegnung Schalke II - PSV Recklinghausen ermittelt.

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