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Mit viel Gefühl: PSV-Außen Markus Kleine hebt den Ball über Halingens Keeper Rico Witt.

Handball

Nach der Pause dreht die PSV Recklinghausen auf

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RECKLINGHAUSEN - Erst in den zweiten 30 Minuten des Saisonfinales in der Verbandsliga entscheiden sich die PSV-Handballer dazu, ihrem Trainerduo einen würdigen Abschied zu bereiten. Das aber richtig: Gegen Westfalia Halingen biegt die Mannschaft einen 13:19-Rückstand zur Pause noch um.

Es spreche für die Mannschaft, sagte Michael Brannekämper nach der Schlusssirene, dass „sie sich dafür entschieden haben, die erste Halbzeit nicht so stehen zu lassen.“ Gegen Westfalia Halingen gewann der Verbandsligist nach 13:19-Pausenrückstand noch mit 35:30. Ließen sich die Recklinghäuser im ersten Durchgang laut Brannekämper noch „emotions- und willenlos“ vom Schlusslicht überrennen, wehrten sich die Hausherren nach Wiederbeginn endlich. Mit Erfolg. „Hinten raus waren wir fitter und auch besser“, bilanzierte Brannekämper, der zusammen mit Christian Pieper dann doch noch mit einem Erfolg verabschiedet wurde. „Das zeigt, welche Entwicklung die Mannschaft in dieser Saison genommen hat. Die Jungs sind eine tolle Truppe geworden. Und dieser Zusammenhalt hat uns durch die Saison getragen.“ Weil sich trotz „schwieriger Entscheidungen“ kein Spieler zu wichtig nahm und den Teamgedanke im Vordergrund stellte. „Sicherlich sind einige Spieler zu kurz gekommen. Aber jeder hat sich reingehangen“, lobte Brannekämper, der wie Pieper von der Abteilungsleitung und der Mannschaft ein Abschiedsgeschenk erhielt. Frust über die Schiris – drei Halinger sehen Rot Zum sportlichen Präsent: Nach schwacher erster Halbzeit erwischte die PSV den besseren Start in die zweite Hälfte und profitierte vom Halinger Frust über die Entscheidungen der Unparteiischen. Der brach sich in der Endphase endgültig Bahn: Drei Spieler sahen die Rote Karte (zwei mit Sonderbericht) Auch Trainer Jörg Walter kassierte einen Innenraumverweis. Brannekämper konnte den Unmut verstehen. „Es waren kuriose Entscheidungen dabei.“ So drehte die PSV die Partie: Aus einem 13:19 (30.) wurde schnell ein 21:21 (40.). Mit Start der Schlussphase übernahmen die Gastgeber die Führung (26:25, 50.) und gaben damit den Partybefehl. Im Anschluss übernahm Abteilungsleiter Wolfgang Temme das Mikrofon und leitete durch die Abschiedszeremonie, bei der neben dem Trainergespann auch Yannis Grasediek, Jonathan Fricke und Torhüter Stamatis Papaioannou beschenkt wurden. „Und jetzt wird gefeiert“, schloss Temme den offiziellen Teil. Das hatten sich die PSV-Handballer nach der Schlusspointe auch verdient.

PSV: Beermann, Siemes – S. Berg, Lange, Kleine, Grasediek, Sodys, Weber, Pamp, P. Berg, Hülsmann, Strotmann

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