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In der Abwehr packte die PSV richtig zu, hier sind es Zoe Stens und Viola Klüsener, die Hand anlegen.

Handball - Oberliga Westfalen

Ein besseres Trainingsspiel für die PSV

RECKLINGHAUSEN - Die Partie gegen den TSV Hahlen wird für den Frauenhandball-Oberligisten PSV Recklinghausen zu einem besseren Trainingsspiel. Der feiert am Sonntag in der heimischen Sporthalle Nord einen lockeren 40:21-Sieg.

Es hatte am Ende etwas vom großen Nachschlag aus der Gulaschkanone: Wer will noch mal, wer hat noch nicht? Jede Spielerin durfte mal ran bei der PSV an diesem verregneten Sonntag, der ein Gutes hatte: Spiel und Resultat aus Recklinghäuser Sicht stimmten.

Nach Meinung des Trainers sogar mehr als das: „Jetzt kann man wirklich von einem gelungenen Saisonstart sprechen“, meinte Trainer Dominik Schlechter nach dem 40:21 (16:7) seiner Mannschaft über einen in jeder Beziehung unterlegenen TSV Hahlen.

Spätestens in den zweiten 30 Minuten war die Oberligapartie ein besseres Trainingsspiel für die PSV geworden. Jede Spielerin durfte sich zeigen, jede trug ihren Teil zum Gesamtkunstwerk mit dem Namen „Kantersieg“ bei, jede Feldspielerin traf und beide Torhüterinnen parierten fleißig. Besser kann’s kaum laufen. „Solch ein Spiel muss man sich aber auch erst erarbeiten“, meinte Dominik Schlechter.

Damit, so der B-Lizenzler, habe sein Team nicht erst an diesem Sonntag begonnen: „Wir haben in der Vorbereitung einige Dinge umstrukturiert.“ Wie etwa das Deckungsverhalten. Die PSV hat nun einige Varianten mehr „drauf“. Eine davon – die offene Manndeckung – war gegen Hahlen der Schlüssel zum Erfolg.

Die Gäste aus Minden hielten bis zum 5:3 (16.) durchaus mit. Dann stellte Schlechter um auf offene Manndeckung und schon war es um den TSV geschehen. „Wir wussten, dass Hahlen nicht mit kompletter Bank anreisen würde, daher war die Devise, das Tempo hochzuhalten“, so der Trainer. Das tat sein Team dann zur Freude des Publikums bis zur letzten Sekunde.

Sogar das 40. Tor durfte in der Halle Nord gefeiert werden, was nun mal keine Selbstverständlichkeit ist. Lara Janz erzielte es 13 Sekunden vor Ende mit einem Wurf aus dem Rückraum durch die „Hosenträger“ der bemitleidenswerten Hahlener Keeperin Lisa-Marie Krömker.

 PSV Recklinghausen:

Schultz, Pape; Schmidhuber (10), Klüsener (3), Gerick (3), Fricke (1), Heieck (2), Schmidtmann (1), Janz (7/4), König (2), Hovenjürgen (7), Püntmann (3/1), Stens (1).

Für reichlich Bewegung sorgten im Übrigen auch die Schiedsrichter: Das Duo Heidasch/Serafini setzte sich frühzeitig mit Strafen derart unter Druck, dass es in einer durchweg fairen Partie zwölf Zeitstrafen gab. Zoe Stens von der PSV erwischte es alleine drei Mal, für sie war das Spiel nach 47 Minuten beendet.

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