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Erzielte drei Treffer für den SV Westerholt: Rückraumspieler Jan Schröder (r.). Foto: Lechtenböhmer

Handball

SV Westerholt: Kein perfekter Zeitpunkt für den Pokal

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HERTEN - Dem SV Westerholt kommt das Kreispokal-Halbfinale gegen den Verbandsligisten TuS Hattingen an diesem Dienstag nicht recht. In der Landesliga tobt der Kampf gegen den Abstieg

Wann ist schon der richtige Zeitpunkt für ein Pokalspiel? Dieser Dienstag ist es nicht, jedenfalls nicht für den Landesligisten SV Westerholt. „Wir haben andere Probleme“, meint Trainer Ralf Anischewski vor dem Halbfinale, das ab 20.15 Uhr den Verbandsligisten TuS Hattingen an die Kuhstraße bringen wird. Die Gedanken beim Westerholter Übungsleiter kursieren längst um den kommenden Samstag. Dann steht das Kreisderby gegen den HTV 95/28 Recklinghausen auf dem Programm. Im Hinspiel bezog der SVW eine peinliche 27:29-Schlappe. Im Rückspiel sollte er gegen dass Schlusslicht tunlichst gewinnen – aus dem Schneider ist der SVW noch lange nicht. „Grundsätzlich gilt, dass die drei Tabellenletzten der Landesliga absteigen“, sagt Andreas Tiemann. Der TK-Vorsitzende des Handballverbandes Westfalen ergänzt: „Möglicherweise kommt es zu einer Relegation der Drittletzten. Dann heißt es aber: Nur einer von vier bleibt drin.“ Westerholt ist aktuell Viertletzter der Landesliga 3 – ein Punkt beträgt der Vorsprung auf den drittletzten Rang, den der TV Brechten einnimmt. Dort hatte der SVW am Samstag mit 21:24 verloren, der direkte Vergleich ist damit auch futsch: Im Hinspiel siegte der SVW 23:21. Was zeigt: Im Saisonendspurt kommt es jetzt auf jedes Tor an. Ein Lied, das auch die ETG Recklinghausen singen kann, der Vorletzte ist auch noch in der „Verlosung“. Westerholt, ETG, Schlusslicht HTV: Die Kellerkinder der Liga kommen aus dem Handballkreis Industrie. Jetzt also das Pokalspiel, das der SVW vor der Brust hat. Gegen einen Gegner, der nichts zu verlieren hat, weil er in der Liga weder um den Aufstieg spielt noch gegen den Abstieg. Nicht nur das: „Hattingen spielt eine gute Runde“, lobt Ralf Anischewski den Gegner. Das Spiel hätte er gerne zu einem anderen Zeitpunkt gespielt. „Aber da hatten wir wenige Möglichkeiten“, sagt der Übungsleiter. In der Liga ist es am Samstag wichtiger Die Frage nach dem Favoriten stellt sich damit nicht, und der Westerholter Trainer lässt durchblicken, dass ein Pokal-Aus auch kein Beinbruch wäre für seine Mannschaft. Aber ein Pokalspiel kann auch immer eine Chance sein. So sieht Ralf Anischewski das. „Wir werden schon eine motivierte Truppe aufs Eis bringen“, verspricht der Trainer. „Für die Moral kann das Spiel gut sein, wenn es uns gelingt, die Partie möglichst lange offen zu halten. Und in eigener Halle sollte uns das etwas leichter gelingen als in der Fremde.“ Anischewski sieht die Partie als Trainingsspiel an, sein Team solle „die Abläufe hinkriegen, die wir am Samstag in Brechten nicht hingekriegt haben“. Damit sein Team gewappnet ist fürs Duell mit Schlusslicht HTV. Noch eine Pleite, ahnt Anischewski, könnte fatale Folgen haben. Die Westerholter Reihen heute Abend im Pokal dürften übersichtlich sein. Der Trainer muss unter anderem auf Kai Schlottke, Marius Leibner, Maurice Poursafar sowie Neuzugang Max Murawski verzichten. Kreispokal-Halbfinale: SV Westerholt - TuS Hattingen; Dienstag, 20.15 Uhr – Halle am Bahnhof, Kuhstraße 55.

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