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Am Ende klappt bei den Löwen alles: Josh Ober zieht durch die Herforder Defensive zum Korb.

Basketball

123:66 - Löwen nehmen BBG Herford auseinander

HERTEN - Die Hertener Löwen haben die erhoffte Reaktion auf die schwache Leistung im WBV-Pokal gezeigt: Drei Tage nach der Niederlage gegen Ibbenbüren schoss das Team von Trainer Cedric Hüsken in der Regionalliga West die BBG Herford mit 123-66 förmlich ab.

Was genau Trainer Cedric Hüsken seiner Mannschaft nach der peinlichen Pokalniederlage gegen die AOK Ballers Ibbenbüren gesagt hat, wird man wohl nie erfahren. Ob er sein Team mit einer Schimpftirade überzogen hat? Ob er seinen verunsicherten Spielern einfach nur gut zugeredet hat? Sicher ist: Hüsken hat den Ton getroffen. Nur drei Tage nach der trostlosen Leistung gegen Ibbenbüren beschenkten die Löwen 250 Zuschauer in der Rosa-Parks-Sporthalle mit einer Basketball-Gala zum Fest: Der Regionalligist schoss den Tabellendritten BBG Herford mit 123:66 (61:38) förmlich ab. „Die Jungs haben mir gesagt, dass ich keine Schuld an den letzten Ergebnissen habe“, sagte Hüsken hinterher. „Deshalb standen sie heute in der Pflicht, etwas zu zeigen. Das haben sie getan.“ Wie so oft im Basketball: Ein richtig gutes Spiel beginnt mit einer bissigen Defensive. Vom Sprungball weg stürzten sich die Hertener auf Gegner und Ball wie hungrige Löwen auf ein rohes Stück Fleisch. So viel Energie, so große Bereitschaft, dem Gegner den Ball abzujagen, war in dieser Saison noch nicht zu spüren. Allen voran bei Mathias Perl. Der Ex-Schwelmer rannte und verteidigte, klaute Bälle und warf sich in Pässe. Exakt 29:12 Minuten lang und wie aufgedreht. Daneben kurbelte er das Löwen-Spiel an und zog selbst immer wieder zum Brett (13 Punkte). Die Kollegen standen dem kaum nach. Wichtig für die Gastgeber: Auch Dijon Smith beendete seine Schaffenskrise und bugsierte den Ball endlich wieder verlässlich in den Korb (26 Korb). Im ersten Viertel ging die BBG Herford das hohe Löwen-Tempo noch mit (27:21). Doch als der Druck auch im zweiten Viertel kein bisschen nachließ, zogen die Ostwestfalen zurück – am Ende gingen sie unter. 34:17, 30:19 und 32:9 lauteten die weiteren Viertelergebnisse. Die anfängliche Skepsis der Fans war spätestens Mitte des zweiten Viertels verflogen: Als Ryon Howard einen Fastbreak mit einem krachenden Dunk abschloss, sprangen die Zuschauer von den Sitzen und applaudierten. 6:30 Minuten vor Ende war eigentlich der 100. Punkt fällig: Josh Ober aber setzte nur einen von zwei Freiwürfen zum 99:61 in den Korb. Im nächsten Angriff leistete Nils Strubich dafür ganze Arbeit und traf aus der Distanz zum 102:61. Überhaupt lieferte der Olfener wie bestellt: 18 Punkte erzielte der Nachwuchsmann – allein fünf Mal traf er aus der Ferne.

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