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Wohin mit dem Ball? David Feldmann sucht – bedrängt von Ibbenbürens Jeremy Lewis – eine Anspielstation.

Basketball

81:101 - Löwen schieben Pokalfrust

HERTEN - Der Traum vom WBV-Pokal ist geplatzt. Am Abend unterlagen die Hertener Löwen im Achtelfinale gegen den Mit-Regionalligisten AOK Ballers Ibbenbüren sage und schreibe mit 81:101 (41:59). Damit haben die Münsterländer nach Citybasket Recklinghausen einen zweiten Klub aus dem Vest ausgeschaltet.

Beide waren aber auch dankbare Gegner: Die Recklinghäuser Leistung in Ibbenbüren war dürftig, die Vorstellung der Löwen in der Sporthalle der Rosa-Parks-Schule einfach miserabel. Knapp 200 Fans – soweit sie es mit den Hertenern hielten – konnten das Unheil früh kommen sehen. Nur drei Sekunden dauerte es nach dem Sprungball, bis der Ball zum ersten Mal im Hertener Korb einschlug. Auf der anderen Seite dauerte es quälend lange zweieinhalb Minuten Spielzeit plus eine Auszeit von Trainer Cedric Hüsken, bis David Feldmann aus der Distanz die ersten Löwen-Punkte erzielte. Noch übler: Dijon Smith, sonst Hertens Mr. Zuverlässig, benötigte satte 13 Minuten, bevor er endlich unter dem Ibbenbürener Korb einen Ball zu fassen bekam und in die Reuse stopfte. Zuvor war dem Center das Spielgerät ein paar Mal aus den Fingern geflutscht oder er hatte es am Korb verlegt. Nach fünf Spielminuten keimte etwas Hoffnung: Aufbauspieler Mathias Perl erzielte vier Punkte in Serie und brachte die Löwen 12:10 in Führung. Es war ein Strohfeuer. In der Folge verbaselten die Löwen Chancen in Serie (mit Ausnahme eines Perl-Dreiers), während Ibbenbüren binnen drei Minuten satte 17 Punkte markierte. Sonderlich strecken mussten sich die Gäste dafür nicht. Die Defensiv-Strategie der Löwen glich einer Kugel Mozzarella: Irgendwie da, aber ziemlich fluffig und ohne echten Widerstand. Unter dem Hertener Korb war viel Platz, außen hatten Ibbenbürens Scharfschützen Jeremy Lewis, Romello Steffen oder Omar Zemhoute viel Zeit, aus der Distanz abzuziehen. Nach dem ersten Viertel stand es 20:35, bis zur Pause bauten die Gäste den Vorsprung auf 41:59 aus. Und wer in der zweiten Halbzeit auf konzentrierter, kämpferischer aufspielende Löwen gehofft hatte, wachte schnell auf: In der 32. Minute war Ibbenbüren auf 43:66 weg. Die Vorentscheidung. Das Loch bekamen die Hertener nie mehr gestopft. Der Rest war Frust. Für Mathias Perl, Felix Neumann (jeweils fünf Fouls) und David Feldmann (zwei unsportliche Fouls) war der Pokal-Albtraum sogar vor der 40. Minute beendet.

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