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Einsatz fraglich am Sonntag: Philip Umierski (r.), der hier mit Louis Sliwa (l.) den Marler Luca Becker nicht vorbei lässt.

Bezirksliga

Fitte Vestia, müdes BWWL

HERTEN - Während die Distelner vom Erfolg beflügelt werden, plagt eine Verletzungsmisere die Langenbochumer.

Der SV Vestia lässt einfach nicht locker. Das galt sowohl für den 5:0-Sieg beim FC Marl als auch ganz allgemein, denn die Distelner führen die Bezirksliga 9 weiterhin an. Bei BWW Langenbochum hingegen sind die Akkus fast leer.

Unermüdlich trieb Vestias Trainer Roman Malasewski seine Mannschaft beim Sieg in Marl an, auch beim Stand von 3:0 oder 4:0 noch. Ganz besonders wichtig war ihm, dass seine Jungs bei Ballverlust sofort wieder umschalteten, um ihre defensiven Aufgaben zu erledigen. Und auch das taten sie an der Hagenstraße zur vollsten Zufriedenheit. „Wir haben in 90 Minuten einen Torschuss zugelassen, und den geben wir auch noch aufs eigene Tor ab“, sagt Malasewski, der dabei an Melih Arik dachte, dessen Klärungsversuch Keeper Jonas Weeke noch an die Latte lenkte.

Die Mannschaftsleistung der Distelner war eines Tabellenführers würdig. Louis Sliwa auf der linken Seite etwa war nicht nur an der Entstehung von zwei Treffern maßgeblich beteiligt, sondern sorgte auch noch dafür, dass Marls Patrick Siegle – ein Spieler mit Oberligaerfahrung – auf der rechten Seite der Gastgeber kein Faktor war. Auffällig außerdem: Im jungen Vestia-Team wollte jeder Spieler den Ball haben, was man von den verunsicherten Marlern so nicht sagen konnte. Roman Malasewski freut sich, dass er so viele Spieler im Kader hat, die Verantwortung übernehmen wollen.

Die Distelner strotzen also nur so vor Energie. Dass es bei Liga-Konkurrent BWW Langenbochum anders aussieht, verwundert dessen Trainer-Team nicht. „Wir haben einen völligen Substanz-Verlust, weil wir Woche für Woche immer mit den gleichen Spielern spielen müssen. Die Jungs sind im Kopf müde“, sagt Coach Mirko Talaga. Und fügt hinzu: „Wir müssen uns irgendwie in die Winterpause retten. Derzeit haben wir sechs Punkte Rückstand auf Disteln. Ich hoffe, er wird nicht noch größer.“

Schuld ist die Verletzten-Misere. Die Blau-Weißen sind mit einem eher kleinen Kader in die Saison gestartet, ohne externe Neuzugänge. Bereits länger fallen die Stammkräfte Michael Widera, Michael Baryga und Yannik Außem aus. Beim 0:0 gegen die SG Castrop-Rauxel musste auch noch Jonas Klos früh vom Feld. „Er hat sich wohl eine Zerrung zugezogen“, meint Co-Trainer Pierre Bendig.

Bendig hatte seine Karriere eigentlich beendet, muss nun als Notnagel einspringen. Und Tom Kiel musste nach einem Schlag auf die Wade ebenfalls vorzeitig vom Platz. Nur gut, dass Maurice Herold seine Sperre abgesessen hat, am kommenden Sonntag bei Genclerbirligi Resse wieder zur Verfügung steht.

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