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So fiel das 0:1: Stuckenbuschs Christoph Maass (M.) setzt sich im Kopfballduell gegen Distelns Daniel Schmitz (Nummer 4) durch und der Ball landet im Vestia-Tor.

Bezirksliga

Vestias Siegesserie endet gegen Stuckenbusch

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HERTEN - Nach sieben Siegen in Folge kassiert der Tabellenführer wieder eine Niederlage. Gegen die Sportfreunde lautete das Endergebnis 0:3.

So ist das manchmal im Fußball: Da macht eine Mannschaft eigentlich ein gutes Spiel gegen einen starken Gegner. Weil sie aber den Ball nicht über die Linie des gegnerischen Tores bringt, verliert sie. Genau so erging es dem SV Vestia Disteln im Heimspiel gegen die Sportfreunde Stuckenbusch. Die Gäste gewannen mit 3:0 (2:0).

Eins vorweg: Distelns Serie von sieben Siegen in Folge fand so zwar ein jähes Ende, die Vestia bleibt aber trotzdem Tabellenerster. Das wäre sie wegen ihrer deutlich besseren Tordifferenz gegenüber Verfolger Erler SV wohl auch geblieben, wenn der ESV sich in Rentfort durchgesetzt hätte. Weil die Gelsenkirchener aber in Gladbeck mit 0:3 unterlagen, ist Lokalrivale BW Westfalia Langenbochum nach dem 2:1-Sieg bei Genlerbirligi Resse mit drei Punkten Rückstand neuer Tabellenzweiter. Aber zurück zum SV Vestia: Trainer Roman Malasewski hatte vor der Qualität der Gäste gewarnt und ihre defensive Stabilität herausgestellt. Und genau diese beiden Faktoren waren mitentscheidend für Stuckenbuschs Sieg.

Wobei die Vestia keineswegs schlecht spielte. Sie begann stark. Torjäger Philipp Müller wurde zunächst geblockt (2.), zielte dann daneben (4.). Die erste Großchance besaß Stuckenbusch: Ein Freistoß segelte an allen vorbei zu Jakob Knipfer am langen Pfosten, der den Ball aber daneben köpfte (9.). Bei einer weiteren Standardsituation fiel die Sportfreunde-Führung: Diesmal setzte sich Christoph Maass im Luftduell gegen Daniel Schmitz durch und traf (14.). Die Distelner berannten das Stuckenbuscher Tor natürlich weiter und kamen auch zu guten Gelegenheiten. Aber weder erreichte Jan-Niklas Lobert die Flanke von Müller, noch verwandelte Marius Kruppa im Nachschuss das Zuspiel von Kevin Kenzlers (21.). Immer wieder bereitete auch Louis Sliwa von der linken Angriffsseite der Gastgeber vor, aber seine Flanken auf Kruppa (28.) und später auf Lobert (36.) führten nicht zu einem Treffer.

Dafür waren die Sportfreunde noch einmal vor dem Pausenpfiff erfolgreich: In der Nachspielzeit des ersten Durchgangs kam Jan Wittig rechts an den Ball und bediente Niklas Portmann in der Mitte (45.+3) – 2:0 aus Stuckenbuscher Sicht. Da nutzten auch die Distelner Proteste wegen vermeintlicher Abseitsstellung von Wittig nichts. Und noch einmal trafen die Gäste zu einem günstigen Zeitpunkt. Vier Minuten waren in Hälfte zwei gespielt, als eine Distelner Ecke abgewehrt wurde und Fatih Aldibas den Ball in den Lauf von Portmann spielte, der ihn an Vestias Keeper Jonas Weeke vorbei zum 3:0 für Stuckenbusch einschob (49.). Die Gastgeber steckten nicht auf, Trainer Roman Malasewski versuchte mit einem Dreifach-Wechsel alles. Aber auch die Neuen Robin Karrasch, Joel Makowski und Julian Höbrink (sie kamen nach 55 Minuten für Kruppa, Karabacak und Lobert) fanden keinen Weg durch Stuckenbuschs Abwehr, die von Minute zu Minute an Sicherheit gewann. Gute Gelegenheiten wie in Hälfte eins erspielte sich der alte wie neue Tabellenführer nicht mehr. „Ich kann den Jungs keinen Vorwurf machen, sie haben 93 Minuten lang alles versucht, auch wenn wir nach dem 0:3 keine großen Chancen mehr hatten“, sagte Roman Malasewski. „Es gibt solche Tage im Fußball."

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